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Full text : Volkswirthschaftliche Studien über Constantinopel und das anliegende Gebiet: Beiträge des k. u. k. Consulates und der österreichisch-ungarischen Handelskammer in Constantinopel zur Darstellung des Welthandels und der Geschichte der Preise auf der internationalen Ausstellung in Wien 1873

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vorkommt,  muss  der  Cocon  immer  wieder  zur  Auffindung  des
Fadens  gebürstet  werden.  Bei  der  Abtödtung  der  Chrysalide  zu
stark  der  Ofenbitze  oder  gar  zu  diesem  Zwecke  der  Sonnenhitze
ausgesetzte  Cocons  unterbrechenden  Faden  viel  häufiger,  winden
sich  daher  viel  schlechter  ab  und  der  Abfall  an  Strussi  ist  ein
bedeutender.  Je  mehr  aber  der  Cocon  Strussi  abwirft,  desto
weniger  liefert  er  Seide.
Man  hat  jetzt  in  den  meisten  Spinnereien  hier  zum  Bürsten
der  Cocons  besondere  Bassinen,  um  sowol  die  Wasserhitze
besser  im  gleichen  Grade  erhalten  zu  können,  als  auch  damit  die
Spinnerin,  der  sonst  diese  Arbeit  ebenfalls  zufällt,  nicht  immer
unterbrochen  werde.
Der  nun  so  gewonnene  Artikel  hängt  sich  zunächst  an  den
Reiserbesen  an,  bleibt  aber  noch  durch  die  vielen  Coconsfäden.
deren  Ende  er  bildet,  in  Verbindung,  von  welcher  er  erst  frei
wird,  nachdem  die  betreffenden  Cocons  abgesponnen  sind,  und
uachdem  man  ihn  ebenfalls  vorher  von  den  Besen  abgenommen
hatte.  So  bildet  er  nun  einen  Knäuel,  der  von  eigens  dazu  angestellten
  Frauen  ausgezogen  und  von  den  noch  etwa  anhaftenden
Cadavern  gereinigt  wird.  Je  mehr  und  länger  er  ausgezogen
werden  kann,  desto  vorzüglicher  ist  seine  Qualität.  Darauf  wird
er  getrocknet  und  schliesslich  in  Ballen  von  120  bis  150  Kilogr.
gepresst.
In  der  Anlage  Vl  ist  gezeigt  worden,  in  wie  viel  Procent
dieser  Artikel  von  der  gesponnenen  Seide  abfällt,  und  dadurch
einigermassen  einen  Maasstab  für  die  Cocons-Qualitäten  abgibt,
mit  deren  mehr  oder  weniger  Renditar  in  genauem  Verhältnisse ­
  steht.
Die  Anlage  XIII  zeigt  nun  das  Productions-Verhältniss  in
den  sechs  Jahren  von  1866—1871  nach  den  Registern  der  Mauth,
wonach  1061  Ballen  von  hier'ausgeführt  worden  sind  im
Quantum  von  155.940  Kilogramme  und  auf  Grund  der  jährlichen
Mittelpreise,  die  einen  Durchschnittspreis  der  sechs  Jahre  1866
bis  1871  von  15 s ^/ 100  Frcs.  ergeben,  imWerthe  von  2,469.975Frcs.
Rechnet  man  hiezu  noch  ein  Drittel  der  Provenienz,  so  beläuft
sich  das  Gesammtresultat  auf  1414  Ballen  im  Gewicht  von
207.920  Kilogramm  und  im  Werthe  von  3,293.300  Frcs.
            
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