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Full text: Volkswirthschaftliche Studien über Constantinopel und das anliegende Gebiet: Beiträge des k. u. k. Consulates und der österreichisch-ungarischen Handelskammer in Constantinopel zur Darstellung des Welthandels und der Geschichte der Preise auf der internationalen Ausstellung in Wien 1873

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Aus derselben Anlage erhellt auch der monatliche Stand- 
punct der Preise in den letzten Jahren von 1870 und 1871. 
Ferner ist daraus ersichtlich, dass die Preise am höchsten im 
Jahre 1866 gestiegen waren, bis auf 20 Frcs. franco Constan- 
tinopel, während sie in den vorhergehenden Jahren lange immer 
nur auf 10 bis 12 Frcs. franco waren. Der Aufschlag der bereits 
im August 1865 begann, war damals ein ganz plötzlicher und 
fortgesetzter, so dass noch vor Ende des Jahres schon 20 Frcs. 
und momentan auch 23 und 24 Frcs. erreicht wurden. Da in der 
Regel von Mai bis Juli hier wenig oder gar nichts umgesetzt 
wird in diesem Artikel, derselbe meist vergriffen ist, so kommt 
es auch, dass der Krieg von 1866, der nur einen momentanen 
Abschlag veursachte, die Preise nicht besonders alterirte und 
doch noch einen Jahres - Durchschnittspreis von 20 hrcs. füi 
1866 gestattete. 
In den Jahren 1867—1869 blieben sich die Preise ziemlich 
gleich auf 15 bis 16 Frcs. per Kilogramm, während sie dagegen 
im Kriegsjahr 1870 und 1871 wieder mehr fluctuirten zwischen 
12*/ 4 und 171/3 Vom Juli 1872 an dagegen hielten sie sich fest 
auf 18 bis 19 Frcs. per Kilometer franco Constantinopel und der 
grösste Theil der Production wurde aut Lieferung bis auf diei 
und vier Monate hinaus verkauft. 
Am geschätztesten ist stets die weisse Farbe, und diess 
namentlich in England, wo oft eine Differenz von 2 bis 3 lies, 
per Kilogramm gegen gelbe und grüne Nuancen gezahlt wild, 
während in Frankreich und der Schweiz nur ein Unterschied von 
50 Frcs. bis 1 Frc. gemacht wird. 
Da hier die Spinner stets alle drei Farben erzeugen, so 
wird beim Verkaufe stets die Proportion der Nuancen fixirt und 
ein Durchschnittspreis ausgemacht. So versteht sich z. B. der 
obige diessjährige Preis von 18 bis 19 Frcs. für die Hälfte in 
weisser und die andere Hälfte theils in grüner, theils in gelber 
Farbe. 
Der Hauptabsatz findet nach England, Frankreich und dei 
Schweiz statt. In den Jahren 1868, 1869 und 1870 ging der 
grösste Theil nach England, weil daselbst viel höhere Preise als 
in Frankreich und der Schweiz gezahlt wurden, was namentlich 
für die weisse Nuance gilt. Während dagegen 1871 und 1872
	        
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