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das umgekehrte Verhältniss eintrat und England den Preis nicht
zahlt, der in Marseille cotirt wird.
Der Artikel wird theils durch feste Aufträge von diesen
Plätzen bezogen, theils von hiesigen Spinnern und Speculanten
dahin consignirt. Während seit mehreren Jahren nur breite
Waare am Platze umgesetzt worden war und nichts auf Lieferung
verkauft wurde, so hatten dagegen in den letzten zwei
Jahren wieder Verkäufe auf Lieferung, stattgefunden mit Vorschuss
des halben bis ganzen Werthes.
Die weitere Verarbeitung dieses Artikels findet in besonderen
mechanischen Spinnereien der europäischen erwähnten
Consumsplätze statt, und es werden daraus die im Handel vorkommenden
Fantaisie- und Chappegarne und Stickseiden u. s. w.
fabricirt.
Ausser dieser Prima-Strussi-Qualität, die zur besseren
Kennzeichnung ihres Ursprunges und zur Unterscheidung von
geringeren Sorten, auch Filanden-Strussi (frisons de filature)
genannt wird, werden aber hier auch noch geringere Gattungen
dargestellt, die ich unter der Bezeichnung von zweiter und
dritter Qualität kurz zusammenfassen will und worüber der
Musterkasten C unter Nr. 44 und 45 Proben enthält.
Die unter Muster Nr. 44 dargestellte zweite Qualität ist das
Product, das beim Abspinnen der doppelten Cocons, sowie beim
Spinnen der Sudak- und anderen Landes-Seiden überhaupt abfällt.
Es enthält neben ganz gutem Stoffe auch viel geringes
und unreines Zeug, und ist weniger gut ausgezogen und
unansehnlicher an Farbe. Der Preis variirt von 8 bis 12 Frcs.
per Kiliogramm franco Bord Constantinopel.
Aehnlicher Provenienz ist auch die in der Probe Nr. 45
enthaltene dritte Qualität, nur dass sie noch geringeren Stoffes,
kürzer und ganz unansehnlich ist. Der Preis ist 4 bis 6 Frcs.
per Kilogramm franco Constantinopel.
Diese beiden Sorten gehen in letzter Zeit meistens nach
England, wo sie die Preise von 1/6 bis 4/6 erlösen, je nach
Qualität.
Die jährliche Production davon dürfte 100 Ballen zu
180 Kilogramm kaum übersteigen, also jährlich etwas wie