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Das nachstehende Tableau zeigt die ganze Reihe der seit
1854 contrahirten Anleihen mit den respectiv verpfändeten Revenuen.
Trotzdem würde man aus dieser beibehaltenen Form mit
Unrecht auf Mangel an Vertrauen schliessen, denn das Pfand,
dessen freie Gestion der Staat nach wie vor behält, bedeutet nicht
viel mehr als eine durch Gewohnheit beibehaltene Formalität.
Die Richtigkeit dieser Schlussfolgerung ist durch den Umstand
erhärtet, dass sowohl in Galata, wie in London und Paris,
die Titres der 5% Dette generale, welche keine Specialgarantie
haben, als Regulator des türkischen Staatscredites gelten.
Wie sehr dieser sich seit 1854 gehoben hat, ist aus beifoL
genden Aufstellungen ersichtlich. Einem kaiserlichen Befehle
(d. d. September 18(16) gemäss wird bei Beginn des türkischen
finanziellen Jahres, d. h. im Monate März, durch das Finanzministerium
ein Ausweis veröffentlicht, worin die hypothecirten Revenuen
mit den respectiven Einhebungs-Epochen detaillirt angeführt
sind. Die genaue Befolgung dieser Veröffentlichung und
die regelmässige Beobachtung jeder Verfallzeit zeigen, wie sehr
die hohe Pforte den Werth des Credites zu würdigen versteht.
Münzwesen.
Hier, eben so wie im Finanzwesen überhaupt —- obschon
alles Papiergeld und viele andern unregelmässigen Münzsorten
längst ausser Circulation gesetzt sind — hat man auch den
Ueberbleibsein alter Gewohnheiten Rechnung zu tragen. Die
Münzeinheit ist der Piaster geblieben. Ursprünglich galt derselbe
zwischen 5 und 6 Francs, am Ende des 18. Jahrhundertes
Francs; anno 1812 1 Franc und nach dem unglücklichen
Kriege von 1828 hatte der Piaster höchstens 13 Centimes reellen
Werth. Seit der neuesten Münzprägung 1844 gilt der Piaster
nur 22-1 Cent.
Der türkische Piaster kann aber nicht immer als Münzeinheit
gebraucht werden, wie cs z. B. bei dem Gulden, Franc oder
Thaler der Fall ist. Einerseits gibt es noch eine gewisse Anzahl
geringhaltiger Münzen — Beschlik, Altilik — und anderseits
existirt zwischen den im Umlaufe stehenden Piastermünzen ein
gewisses Agio, so dass es bei jedem etwas belangreichen