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Full text: Volkswirthschaftliche Studien über Alexandrien und das untere Nil-Thal: ein Beitrag des k. u. k. General-Consulates und der österreichisch-ungarischen Colonie in Egypten zur additionellen Ausstellung des Welthandels

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Ausserdem eine Nachahmung der Florentiner Ermesini, 
die geringer in Qualität und daher auch etwas billiger wie 
jene sind. 
Elberfeld versieht Egypten mit den 60 Cmtr. breiten Grena- 
dines, einer Art baumwollener Gaze mit Satinstreifen und bro- 
chirten seidenen Blumen. 
Dieser Artikel variirt im Preise zwischen 2—7 Frcs. per 
Meter. Ausserdem hat Elberfeld in den letzten Jahren bedeu 
tende Fortschritte in der Fabrication billiger Taffetas broches or 
tin gemacht, in denen es zuweilen erfolgreich mit Lyon con- 
currirte. 
Auch Wien hat sich zuweilen mit Erfolg in letzterer Branche 
versucht, excellirt jedoch am meisten in halbseidenen Möbel 
stoffen, in denen es sehr Schönes leistet. 
Ferner ist noch der Passementeries von St. Etienne und 
Vienne bei Lyon zu gedenken, die bei Preisen von 30 Cent, bis 
3 Frcs. per Meter eine schöne Auswahl der geschmackvollsten 
Artikel produciren. 
Importirt werden alle diese Artikel per Dampfer via Mar 
seille, Venedig, Triest und Brindisi. 
Fracht und Lagermiethe spielen bei so werthvollen Waaren 
eine ganz untergeordnete Rolle. 
Die Steuer beträgt 8«/ 0 Minus 10% vom Werth und Feuer- 
Assecuranz j/ 4 —‘/Wo je nach Dauer der Versicherung. 
Courtage beim Verkaufe ist i/ 3 o/„. 
Bei Verkäufen für Rechnung europäischer Häuser wird ge 
wöhnlich 3»/o Commission und 2»/ 0 Delcredere gerechnet. 
Verkäufe geschehen fast sämmtlich auf 3—6 Monat Ziel, 
jedoch ist auf eine prompte Bezahlung wohl nie zu rechnen, da 
die Käufer nur in kleinen Raten zahlen, nnd kann man daher auf 
Eingang des Capitales durchschnittlich nur 6—8 Monate nach 
Verkauf zählen. 
Die Cairiner Kundschaft ist übrigens bedeutend solider und 
pünctlicher als die der Alexandriner Bazars. 
Die Preise der Waaren lassen bei regelmässigem Geschäfte 
auf glatte, leichter zu beurtheilende Waaren einen Nutzen von 
circa 5—8o/ 0 und auf fagonnirte Stoffe einen solchen von 8 bis 
10%, jedoch sind Seidenwaaren und ihre Farben in Egypten sehr
	        
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