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Full text: Volkswirthschaftliche Studien über Alexandrien und das untere Nil-Thal: ein Beitrag des k. u. k. General-Consulates und der österreichisch-ungarischen Colonie in Egypten zur additionellen Ausstellung des Welthandels

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Aus Oesterreich kommt nur stttckfärbige Waare, also gerin 
gerer Qualität und daher weniger beliebt. 
Der Preis variirt je nach Güte von 10 bis 14 Francs per 
Meter. Die Stücke haben gewöhnlich 16—20 Meter und sind in 
rothen Kappen verpackt. Die Leisten sollen entweder dreifarbig: 
gelb—schwarz—roth oder gelb allein sein. Der Kopf der Stücke 
(Heading) ist jetzt in Alexandrien einfach mit zwei breiten ein 
gewebten gelben Streifen beliebt, in Cairo hingegen sieht man 
noch auf Goldlettern und dreifarbige Bänder. — Die Ballen ent 
halten 20 Stück, assortirt in Farben. 
iseben diesei guten Qualität farbiger Tuche gebt eine gerin 
gere Soite in ähnlichen Farben (Zephir), welche gewöhnlich als 
1 utter benützt wird. Sie wird aus Deutschland und Oesterreich 
bezogen, ist etwas schmäler als diefeinere (130—135 Centimeterj 
und erzielt je nach Güte 5—7 Francs per Meter. Eine ähnliche 
Waare beziehen wir auch aus England (Twill Medium), Breite 
36 Inches und erzielt diese hier 22—26 P T per Yard. 
Ebenfalls sehr wichtig sind die schwarzen Satins, hier 
am Markte unrichtig Castor genannt, welche zur Anfertigung von 
Winter-Ueberröcken für Araber und Levantiner dienen. Diese 
werden in grossen Posten ausVerviers bezogen, in zweiter Linie 
aus Deutschland. Sie sind in zwei Breiten gangbar, nämlich 140 
bis 160 Centimeter im Stück gefärbt und man verlangt hiefür 
eine schwere griffige Waare. Schöner Glanz ist Hauptbedingung. 
Da man hiefür einen im Verhältniss zum Wollgehalt der Waare 
nui sehi gelingen 1 reis anlegt, so haben die Erzeuger, nament 
lich in Belgien in jüngster Zeit ein eigenes vortheilliaftes System 
in der Fabrication eingeführt. 
Man macht nämlich ein etwas weiteres Gewebe und nimmt 
zum Schuss, welcher durch die Kette gänzlich bedeckt wird, 
eine geringere M olle. Diess ist sehr gut thunlich, sowohl weil 
die Käufer für diese Qualität keine zu grossen Ansprüche stellen, 
als auch weil die Färbung hei schwarzen Tuchen nicht jene feine 
Wolle erfordert, welche zur Erreichung einer reinen, hellen Farbe 
unbedingt nötliig ist. Schwarze Satins erzielen hier in Breite von 
140 Centimeter 9—11 Francs, in 160 Centimeter 13- 15 Francs 
per Meter.
	        
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