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Full text: Volkswirthschaftliche Studien über Alexandrien und das untere Nil-Thal: ein Beitrag des k. u. k. General-Consulates und der österreichisch-ungarischen Colonie in Egypten zur additionellen Ausstellung des Welthandels

Türkische Kappen (Fez oder Tarbusch). 
Von C. Menshausen. 
Die in Egypten als fast allgemeine Kopfbedeckung getra 
genen i'otheii türkischen Kappen, gewöhnlich „Tarbusch“ ge 
nannt, sind zu ziemlich gleichen Theilen Wiener und Tunesiner 
Fabrikat. 
Die ersteren kommen Uber Triest und Constantinopel und 
die letzteren entweder direct von Tunis oder via Malta. 
Diese, „Mograbbi“ genannt, sind bedeutend schwerer, 
dauerhafter und daher auch viel theuerer, als das Wiener Fabri 
kat, welches dagegen viel eleganter gearbeitet und daher nur 
von der besseren Classe der Bevölkerung getragen wird. Man 
wird fast nie einen europäisch oder mit der Stambulina geklei 
deten Menschen mit einem Tunesiner Tarbusch sehen. 
Die Fabrikspreise der Tunesiner Waare variiren je nach 
Grösse und Feinheit zwischen 60—100 Frcs. per Dutzend, wäh 
rend sich die Wiener Fabrikate zwischen 16—24 Frcs. per 
Dutzend bewegen. Uebrigens macht Wien mit Erfolg die Mo 
grabbi Tarbusch nach und werden dieselben mit 35 — 60 Frcs. 
per Dutzend bezahlt. 
Fracht und Lagermiethe sind billig, Steuer ist 8% weniger 
10«/, vom Werthe der Waare, Courtage </ 2 °/ 0 , Commission 
inclusive Delcredere 5#/ 0 . 
Verkäufe geschehen gewöhnlich in franco per Dutzend und 
auf 2—4 Monate Ziel.
	        
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