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unten detaillirt auffUhren wollen, schicken wir eine kurze Be
schreibung dieser Beschuhungen voraus:
Der hiesige Landmann benutzt nur an t esttagen oder bei
ausserordentlichen Veranlassungen eine 1' ussbekleidung, und in
diesen Fällen bedient er sich eines Schuhes oder vielmehr eines
Pantoffels aus rothem oder gelbem Schafleder. Die Mittelclasse
trägt einen Schuh aus gewichstem Kuhleder oder bei festlichen
Ereignissen aus lackirtem Schatleder. Die wohlhabende ( lasse
und namentlich die höheren Regierungsbeamten, insofern sic
nicht schon die europäischen Beschuhungen angenommen hat,
trägt eine doppelte Fussbekleidung, und zwar die erste innere
in der Form eines Sockens aus chagrinirtem Ziegenleder, ohne
Sohlen, d. h. mit einem Boden aus demselben Leder, und die
zweite äussere in der Form eines gewöhnlichen offenen Schuhes
aus lackirtem Kalbleder. Dieses System der doppelten Beschu
hung hat seinen Ursprung in der mohamedanischen Sitte, beim
Eintritte in eine Moschee oder in eine Wohnung die Schuhe
abzulegen.
Demnach sind die hier gangbaren Ledersorten folgende.
Sohlenleder, hauptsächlich französisches Erzeugnis» aus
Ochsen- und Kuhhäuten von Algier und Buenos-Ayres.
Es wird eine gute, feste, trockene Qualität verlangt, von
lichtgelber Farbe, wiegend 80—90 Kilo per Ballen ä 40 halben
Häuten. Die Preise dieser Qualität richten sich immer nach den
jenigen des Productionslandes und lassen einen Gewinn von
•} bis 4®/»; so ist der Artikel in Folge der jüngsten Theuerung
auf 6i/ 4 —6 3 / 4 Franken per Oka gestiegen, während er \oi dici
Jahren, also vor dem jüngsten Kriege, 4 bis höchstens 4*/, holte.
Eine geringere Qualität Sohlenleder wird aus Griechenland,
namentlich aus Syra eingeführt. Diese dient nur zu ordinären
arabischen Beschuhungen, steht in jeder Beziehung weit hinter
der französischen zurück, hat eine röthliche Farbe und erzielt
oft nur die Hälfte des Preises der französischen Qualität.
Ausser diesen beiden Sorten Sohlenleder wird noch eine
aus Frankreich und England bezogen, welche hier zur Anferti
gung von Riemen zu Baumwoll-Reinigungsmaschinen verwendet
wird. Dieser Artikel ist zu secundär, um eingehend besprochen
zu werden.