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Full text: Volkswirthschaftliche Studien über Alexandrien und das untere Nil-Thal: ein Beitrag des k. u. k. General-Consulates und der österreichisch-ungarischen Colonie in Egypten zur additionellen Ausstellung des Welthandels

lieber die Communicationen Egyptens. 
Referent: J)r. VV. Seewald, 
ä. u. k. Yicecontul. 
Je grössere Fortschritte ein Staat auf wirtschaftlichem Ge 
biete macht, je mehr er die in oder auf seinem Boden befindlichen 
Schätze ausbeutet, die Naturproducte verarbeitet und verwerthet, 
eine desto grössere Entwicklung erhalten seine Communicationen 
und werden von Tag zu Tag immer vollkommener. Gute Commu 
nicationen sind die Folge, zugleich aber auch die Ursache des 
Aufblühens eines Landes; und gewiss mit Recht hat man dess- 
lialb die Behauptung aufgestellt: „dass man aus der Menge und 
dem Zustande der Communieationsmittel einen sicheren Schluss 
ziehen könne auf die wirthschaftlichen Verhältnisse eines Lan 
des . Foitschiitt aut wirtschaftlichem Gebiete und Vervoll 
kommnung der Communicationen bedingen sich gegenseitig, und 
man kann sich das eine ohne das andere nicht leicht denken. In 
den meisten Staaten Europa s wie auch in vielen aussereuro- 
päischen Ländern geht desshalb heut zu Tage das eifrigste 
Streben dahin, das Netz der Strassen jeglicher Art über das 
ganze Land auszudehnen, die Maschen dieses Netzes immer 
enger zu schliessen, um so möglichst viele Orte des grossen 
Vorteiles guter Wege theilhaftig werden zu lassen. Um dieses 
grosse und diingende Bedürfniss nach soliden Communicationen 
in möglichst kurzer Zeit befriedigen zu können, nimmt man keinen 
Anstand, Anleihen zu contrahiren oder Zinsengarantien auf sich 
zu nehmen, weil man aus der Erfahrung schon längst weiss,. 
dass der Nachtheil, den man durch solche Schulden erleidet,, 
verschwindet gegenüber dem sicheren Vorteile, den gute
	        
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