134
linden im Ankäufe von altem Gusseisen glänzend ihre Rechnung
und können Preise anlegen, die es nur ermöglichen, heute hier
für erwähntes altes Gusseisen das zu bezahlen, was man vor
wenigen Monaten in England für neues gezahlt hat, nämlich
60—80 Sh., je nach Qualität und je nach Entfernung vom Ein
ladungsplatze.
Grosse Partien alten Eisens wurden bisher nur von der Re
gierung und der Direction des Suez-Canals verkauft. Jedermann
weiss, welche kaum glaublichen Massen von Maschinen, Masclii-
nen-Bestandtheilen und anderem Gusseisen beim Baue des
Suez-Canals verwendet wurden und die man dann verderben
liess; man wird sich davon eine annähernde Idee machen, wenn
wir erwähnen, dass davon unseres Wissens im Jahre 1871/72
circa 25—30.000 Tonnen exportirt worden sind.
Auch von der Regierung ist sehr viel für den Export abge
geben worden, theilweise per comptant, theilweise gegen Ein
tausch von neuer Waare. Kleinere Partien wurden von der Gas-
Gesellschaft und der Direction der Wasserleitung, von Besitzern
industrieller Unternehmungen, Eigenthümern alter Schiffe u. s. f.
dem Handel zugeführt und exportirt.
Schmiede-Eisen wurde weit weniger ausgeführt, weil ein
grosser Theil der alten Waare sich sehr gut dazu eignet, von den
arabischen Schmieden im Lande selbst überarbeitet zu werden.
Nur alte Eisenbahnschienen sind in grosser Menge aus dem
Lande gegangen, grösstentheils gegen Eintausch von neuen.
Die jetzigen Preise sind:
für Gusseisen je nach Qualität 60—80 Sh.
,, Schmiedeeisen 80—120 Sh.
„ Schienen 120 bis 130 Sh.
ab Verladungsplatz in Alexandrien.
Oesterreich hat sich sehr lebhaft an dem Einkauf alten
Eisens aus Egypten betheiligt, England und Amerika und Italien
consumirten beinahe den ganzen Rest; Frankreich hat weniger
Interesse dafür gezeigt.
Kupfer.
Das zweitwichtigste Metall für Egypten ist Kupfer uud wird
ausschliesslich aus England importirt. Der Bedarf ist verhältniss-