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Vicekönigs, der Prinzen und der reichen Persönlichkeiten Möbel
von hohem Werthe, vergoldet und in allen möglichen Qualitäten;
indess bilden diese keinen Handelsartikel, da sie entweder von
den Consumenten selbst oder durch bevorzugte Lieferanten
direct aus Paris bezogen werden. Frankreich versieht uns auch
mit Spiegeln, welche in einem besonderen Artikel behandelt
worden sind.
England liefert uns nur Bettstellen aus Gusseisen undaus
vergoldetem Messing; dieses bis vor Kurzem noch ziemlich
bedeutende Geschäft ist jetzt indess durch die oben angeführte
italienische Concurrenz im Abnehmen begriffen.
Die Bezugsspesen für Möbel sind ihres grossen Umfanges
wegen sehr bedeutend, und es ist nicht möglich, einen bestimm
ten Satz anzugeben, da derselbe je nach dem Werthe variirf.
Der Einfuhrzoll ist 8% weniger 10% (also 7-20%).
Die Importeurs von Möbeln sind mit geringen Ausnahmen
die Detailhändler selbst, da die Preise, namentlich von italie
nischen Möbeln, hier so gedrückt sind, d.ass sie unmöglich einen
Zwischenhändler vertragen könnten. Nur für die Pariser Erzeug
nisse und für die englischen Bettstellen, sowie Itir die Wienei
Möbel aus gebogenem Holze bedient man sich hie und da der
Vermittelung von hiesigen Connnissionshäusern.
Die wichtigsten Möbelhändler sind: P. Ciccolani, Felice
Paggi, G. Citrani, J. E. Samuelson, P. L. Boccia.
Die Bedeutung des hiesigen Möbelgeschäftes, ohne Berück
sichtigung der oben erwähnten feinen Möbel, welche von den
Consumenten und besonders von der Regierung oft in sehr be
deutenden Quantitäten bezogen werden, schätzen wir auf den
Betrag von 1 Million Franken.