Pflastersteine.
Von A. di 15. Ravasini.
Schon seit längerer Zeit gelangen Steine zum Baue der
Häuser, sowie steinerne Ornamente nach Egypten, die Impor-
tation des Triestiner Pflastersteines datirt jedoch erst aus dem
Jahre 1869.
Wir verdanken diess der Initiative Sr. Excellenz Colucci
Bey’s, Präsidenten der Municipalität, welcher, die Achtung und
das Vertrauen des Vicekönigs und die Sympathie der europäi
sehen Colonie geniessend, diese letztere zu Beiträgen an den
Kosten der Pflasterung bewog; so sind nun die Hauptstrassen
Alexandriens gleich jenen der ersten Städte Europa’s — früher
grundlos und ohne Canalisirung — gepflastert und verschönert.
Die Nachfrage an Plastersteinen wurde bald sehr stark,
und obgleich die verschiedenen Unternehmer sowohl in Italien
als in Griechenland Umfrage hielten, so kamen doch Alle und
besonders die Municipalität von Alexandrien nach vorgenommc
ner Prüfung der Muster auf den Triestiner Stein zurück, welcher
sich solider erwies und auch dicker und länger bearbeitet wird,
als die besten Muster von Steinen der anderen Länder. So war
und ist der Triester Stein, wie sich leicht aus den Contracten
mit der früheren Municipalität, dem jetzigen Governovate, oder
mit Zuhilfenahme anderer öffentlicher Ausweise constatiren
Hesse, der bevorzugte vor allen anderen.
Die grössten Brüche, welche fast ausschliesslich den Bedarf
Alexandriens an Pflastersteinen decken, sind jene von St. Gio
vanni im Territorium von Triest und Eigenthum der Herren
Yittorio de Rin, Carlo Cronest und Michele Miclavez.
Der Stein ist bläulicher Farbe und wird, um seine Güte und
Solidität zu bezeichnen, „di Macigno“ genannt. Im Durchschnitte