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Full text: Volkswirthschaftliche Studien über Alexandrien und das untere Nil-Thal: ein Beitrag des k. u. k. General-Consulates und der österreichisch-ungarischen Colonie in Egypten zur additionellen Ausstellung des Welthandels

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beträgt «eine Dirke 20 bis 30 Centimeter, die Länge 80 Centi- 
meter bis l*/ 4 Meter, die Breite 50 bis 70 Centimeter. 
Der Preis des bearbeiteten Steines iin Steinbruche beträgt 
fl Gulden für die Quadratklafter, ist aber je nach der Nachfrage 
Schwankungen unterworfen, die jedoch nicht sehr bedeutend sind. 
Der Stein wird entweder mit Dampfern des österreichischen 
Lloyd oder mit Segelschiffen, welche Bauholzladung führen, und 
/.war in letzterem Falle anstatt des Ballastes verladen. 
Auch die Fracht schwankt je nach der Nachfrage, doch 
kann man durchschnittlich 9 Gulden für die Quadratklafter 
annehmen. Bevor man an die Pflasterung der Strassen Alexan 
driens dachte, waren sowohl der Preis des Steines als die Fracht 
beinahe um die Hälfte niedriger als heute, und konnte man 
damals die Quadratklafter zu 5 Gulden kaufen. Die stets 
steigende Nachfrage erhöhte natürlich auch die Preise, und es 
würden diese noch bedeutend steigen, wenn die Unternehmer 
nicht mit der Agentie des österreichischen Lloyd, sowie mit den 
Steinbruchsbesitzern auf längere Zeit hinaus abgeschlossen 
hätten. 
In Triest zahlt der Stein keinen Ausgangszoll, in Alexan 
drien dagegen wird bei der Einfuhr ein Zoll von 1 33 /m 1 j t gleich 
0-20298 Gulden vom Quadratmeter erhoben, dazu kommen Aus 
ladegebühren vom Schiffe zum Zollhause mit 2“ 0 /4„ Pt gleich 
0-31011 Gulden vom Quadratmeter. Die Ausladung geschieht 
vermittelst Maonen (grossen Barken), welche Eigenthum eines 
Gesterreichers, eines gewissen Herrn Antonio Drei, sind. 
Die Kosten des Transportes der Steine vom Zollhause zum 
Lager- oder Arbeitsplätze schwanken je nach dem augenblick 
lichen Bedarfe an Karren, können aber durchschnittlich zu 
ungefähr 4*®/ 40 P T gleich 0-47926 Gulden für den Quadratmeter 
angenommen werden. 
So kostet dem Unternehmer der Quadratmeter, die obigen 
Zoll und sonstigen Spesen, dem Kostpreise des Steines zuge 
schlagen, ungefähr 6-6192 Gulden. 
Wie schon Eingangs gesagt, vermögen die italienischen, 
besonders neapolitanischen, dann die griechischen Steine mit 
den von Triest kommenden, nicht zu concurriren, sei es, dass 
sie, als aus vuleanischem Boden gewonnen, weniger consistent 
[Egypten.] K
	        
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