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Das Detail- und Demi gros-Geschäft in Fensterglas ist fast
ausschliesslich in den Händen von arabischen Kaufleuten, denen
es die europäischen Importeure tlieils per Baar oder mit ent
sprechender Preiserhöhung auf 3 bis 4 Monate Ziel verkaufen.
Der heutige Platzpreis für ein gutes Mittel-Sortiment (bis
50 Fuss reunis) ist 28 Frcs. per Kiste. Da der Artikel zumeist
schwimmend verkauft wird, so versteht sich, falls nicht Special
bedingungen vereinbart wurden, der eventuelle Bruch zu Lasten
des Käufers.
Bei Consignationssendungen rechnen hiesige Häuser 3%
Commission. Die übliche Sensarie ist % °/ 0 - Bei Einlagerung
sind circa 25 Cent. Spesen in Anschlag zu bringen.
Die grössten Importeure für den Artikel sind:
D. Tivoli, in Alexandrien.
D. Pollak, ( | t| Alexandrien und Cairo.
S. Zachmann, )
Adami & Jullien, in Cairo.
Mens hausen & Comp., in Alexandrien und Cairo.
A. Pierona, in Alexandrien.
Brüder Stross, in Alexandrien und Cairo.
Die Einfuhr hat in den letzten Jahren in Folge der gestei
gerten Baulust in den egyptischen Städten bedeutend zuge
nommen, und wir schätzen sie im Jahre 1872 aut 15.000 Kisten
im Werthe von 370.000 Frcs.
Krystallglaswaaren.
An dem Import dieses Artikels partieipiren in erster Linie
Frankreich, dann England, Oesterreich und Belgien.
Frankreich sorgt für den ganzen europäischen Bedarf feiner
Glas- und Krystallwaaren, und das bedeutendste Geschäft
machen hierin die hiesigen Vertreter der zwei grossen Glas-
manufacturen Baccarat und St. Louis, ersteie duich die
Herren Chalons & Comp., letztere durch Herrn A. Marquet
repräsentirt. Diese beiden Häuser haben auch oftene Magazine
inne, in denen sie die Erzeugnisse dieser und anderer fran
zösischer Fabriken en detail verkaufen.
In Cairo befassen sich auch Araber mit dem Verkaufe von
französischen Glas- und Krystallwaaren, und setzen dieselben
[Egypten.] L