Spiegel und Spiegelscheiben.
Von ]>. Pollak.
Das Geschäft in Spiegeln und Spiegelscheiben, insofern es
sich um gegossene Scheiben (Krystall) handelt, ist ausschliess
lich in Händen der Societe de St. Gobain, Cliauny & Cirey,
welche in Egypten durch D. Pollak vertreten ist. Da es be
kanntlich nur zwei grosse Anstalten gibt, welche diesen Artikel
für den Export erzeugen, nämlich die genannte Gesellschaft,
welche gegenwärtig fünf Fabriken in Frankreich und zwei in
Deutschland (Stolberg bei Aachen und Mannheim) besitzt, und
die Manufacture des Glaces in Brüssel, so haben diese beiden
gewisse Vereinbarungen getroffen, durch welche sie eine gegen
seitige Concurrenz vermeiden.
Sie haben an einigen Plätzen gemeinschaftliche Agenturen,
an anderen haben sie einer von ihnen den ausschliesslichen
Verkauf reservirt, und so gehört Egypten zu denjenigen Län
dern, nach welchen kraft Contract die belgische Fabrik nicht
arbeiten darf und wo also die Societe de St. Gobain den Artikel
monopolisirt.
Der Absatz zerfällt nun in drei Branchen, und zwar:
Unbelegte Spiegelscheiben zu Fenstern von grösseren
Bauten und Palästen, sowie zu Schaufenstern. Für diese sind
die Bauunternehmer der Regierung und der Pascha’s die gröss
ten Abnehmer, und variirt der Umsatz darin sein-, je nachdem
mehr oder weniger in einem Jahre gebaut wird.
Luxus-Spiegel in reichen, echt vergoldeten Rahmen, welche
die eigentlichen Spiegelhändler (miroitiers) kaufen.
Kleinere Spiegel in unecht vergoldeten Rahmen, in der
Höhe von 120 Centimeter abwärts. In diesen wird ein ziemlich