Papier.
Von Emil St ross.
Der Consum von Papier und beziehungsweise das Steigen
desselben ging mit der commeraellen Entwickelung des Landes
Hand in Hand. Jedermann kennt den Aufschwung, den der
Handel Egyptens mit dem amerikanischen Kriege gewonnen hat,
and ein erhöhter Bedarf in Papier war die natürliche Consequenz
dieses Umstandes.
Die egyptische Regierung kam in Folge dieser fortwäh
renden Zunahme des Consumes, in Folge der grossen Quantitä
ten von Papier, deren sie selbst für ihre Administrationen bedarf,
und endlich in Folge der billigen Hadern und Halfe’s-Preise
im Lande auf den nahe liegenden Gedanken, eine Papierfabrik
zu errichten, welche in der Thal im Jahre 1870 gebaut und in
Betrieb gesetzt wurde.
Obgleich die Leistungsfähigkeit dieses Etablissements An
fangs nicht bedeutend war, fühlte das Importgeschäft sofort die
neue Concurrenz, um so mehr, als die Verwaltung damit begann,
10—15»/o unter den Platzpreisen zu verkaufen, um die Aufmerk
samkeit der Kundschaft auf sich zu ziehen.
Seit dem Bestehen obgedachter Fabrik hat die Einfuhr von
Papier einen argen Stoss erlitten und wird immer mehr sinken,
je grössere Fortschritte das Etablissement in der Erzeugung
machen wird.
Am härtesten trifft dieser Ausfall an Export Oesterreich,
welches namentlich in Schreibpapier für arabischen Bedarf
Egypten fast ausschliesslich versorgte.
Nunmehr hat sich die Regierungsfabrik dieser Sorten be
mächtigt, und eine Concurrenz ist um so schwieriger, als sie
heute schon so viel erzeugt, dass sie ernstlich an den Export