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Full text: Volkswirthschaftliche Studien über Alexandrien und das untere Nil-Thal: ein Beitrag des k. u. k. General-Consulates und der österreichisch-ungarischen Colonie in Egypten zur additionellen Ausstellung des Welthandels

Theil desWaarentransportes, nämlich der werthvolleren Industrie 
erzeugnisse und aller jener Bodenproducte, welche den theueren 
Eisenbahntransport ertragen können. Der Suez-Canal wird 
dadurch allerdings nur theilweise getroffen, da ja auch schon 
heut zu Tage die Post und die Passagiere zwischen Alexandrien 
und Suez per Eisenbahn befördert werden — und da die indische 
Baumwolle und andere voluminösere Bodenproducte gewiss vor 
wie nach Eröffnung der Euphrat-Bahn den billigeren Seeweg 
durch den Canal einschlagen. 
Um wieder auf die anderen Canäle zurück zu kommen, sei 
hier noch erwähnt, dass der gegenwärtige Ivhediv am Mahmu- 
dieh grosse Arbeiten ausführen liess, die zum Theile noch nicht 
gänzlich vollendet sind. So liess er bei Atfeli am Nil, wo der 
Canal das Wasser des Nil aufnimmt, an Stelle der alten, schad 
haft gewordenen Schleusen bessere hersteilen; an der Mündung 
des Canals in’s Meer, am sogenannten alten Hafen von Alexan 
drien, wurde ein Bassin errichtet und man sorgte auch für gute 
Quai’s zur Erleichterung des Ausladens der Waaren aus den 
Nilbooten. Ebenso befasste man sich die letzten Jahre her mit 
einer gründlichen, sehr nöthig gewordenen Reinigung des Canal 
bettes. Diese Arbeit wurde der französischen Gesellschaft Com 
pagnie des forges et chantiers de la Mediterranee übertragen. 
Ebenso wird rüstig an der Herstellung des schiffbaren Canales 
Ismailia, welcher bei Cairo das Nilwasser aufnimmt, weiter 
gearbeitet. Die Anzahl der das ganze Jahr hindurch schiffbaren 
Canäle beträgt ein Dutzend. Im Ganzen gibt es über 50 Canäle 
von verschiedener Länge und Breite, wovon aber die meisten 
eben nur während eines gewissen Theiles des Jahres, nämlich 
während der Ueberschwemmungsdauer, mit Barken befahren 
werden können. Auf dem Nil, seinen Annen und den Canälen 
verkehren über 10.000 Barken von fast 40.000 Tonnengehalt und 
etliche 40 Dampfer von circa 2500 Pferdekraft. Rechnet man noch 
dazu die zahlreichen Dahabien, jene hübschen Boote, auf denen 
die Fremden ihre Fahrten nach Ober-Egypten unternehmen, so 
kann man sich leicht eine Vorstellung von dem Leben machen, 
das auf dem Nil und den schiffbaren Canälen Egyptens herrscht. 
So viel über den Nil und die Canäle als Commuuications- 
mittel. Es erübrigt mir noch, über die Eisenbahnen Egyptens
	        
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