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Bei den Baumwollverkaufen in Minet-el-Bassal wird keine
Tara eingeräumt, sondern Emballage für Baumwolle bezahlt,
dagegen gibt der Verkäufer unter dem Titel: „für Feuchtigkeit“
ein Gutgewicht von l»/ 0 und vergütet weitere 8 P. per Sack als
Magazinage.
Diese beiden Items wiegen den Taraverlust von ungefähr
2»/o beinahe auf. Ausserdem fällt das Gewicht in der Regel seinvoll
aus und wird die Zahlung zu einem höheren als dem legalen
Tarifsätze angenommmen, nämlich Napoleonsd’or mit 79 P.,
Livres Sterling mit 99y 2 P.
Anders verhält es sich mit der Baumwolle des Vicekönigs
und der Prinzen. Diese wird in öffentlicher Auction verkauft,
und obwohl auch dabei Brutto für Netto genommen werden
muss, erhält man dafür keinerlei Vergütung. Die Zahlung muss
zum Tarifsätze, nämlich Napoleons zu 77e/ 4o P., Livres Sterling
zu 97*/., P., und zwar vor Empfang der Waare geleistet werden.
Im Laufe des vorigen Jahres kamen auf diesem Wege
199.265 Kantar in Verkauf, wobei die Schätzung eines speciell
dafür engagirten Engländers zum Ausgangspreisc genommen
wird.
Die Daira lässt sich */ a •>/„ Courtage vergüten, welche also
immer dem Käufer zur Last fällt.
Auf Lieferung kommen an der Börse fortwährend Abschlüsse
vor; diese rangiren aber zur grössten Mehrzahl in die Kategorie
der Wetten und vertreten die an den europäischen Börsen beliebten
Prämien und Stellage-Geschäfte.
Bei einfachen Contracten zahlt man in der Regel 50 bis
60 P. Darangeld per Kantar, das bei der Regulirung in Abzug
kömmt.
Für das Pressen der Baumwolle sind successive bedeutend
verbesserte Systeme in Anwendung gebracht worden. Ursprünglich
bediente man sich gewöhnlicher Handpressen, dann kamen
die hydraulischen in Aufschwung und jetzt benützt man nur
mehr Dampfpressen, welche die Ballen auf ein Minimalmaass
reduciren, worin sie durch Eisenbänder anstatt der früher angewandten
Stricke festgehalten werden. Dadurch wird den Verladern
bei der gewöhnlich nach Maasstone berechneten Seefracht
ein ziemlicher Vortheil gesichert.
[Egypten.] N