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Full text : Volkswirthschaftliche Studien über Alexandrien und das untere Nil-Thal: ein Beitrag des k. u. k. General-Consulates und der österreichisch-ungarischen Colonie in Egypten zur additionellen Ausstellung des Welthandels

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Bei  den  Baumwollverkaufen  in  Minet-el-Bassal  wird  keine
Tara  eingeräumt,  sondern  Emballage  für  Baumwolle  bezahlt,
dagegen  gibt  der  Verkäufer  unter  dem  Titel:  „für  Feuchtigkeit“
ein  Gutgewicht  von  l»/ 0  und  vergütet  weitere  8  P.  per  Sack  als
Magazinage.
Diese  beiden  Items  wiegen  den  Taraverlust  von  ungefähr
2»/o  beinahe  auf.  Ausserdem  fällt  das  Gewicht  in  der  Regel  seinvoll
  aus  und  wird  die  Zahlung  zu  einem  höheren  als  dem  legalen
Tarifsätze  angenommmen,  nämlich  Napoleonsd’or  mit  79  P.,
Livres  Sterling  mit  99y 2  P.
Anders  verhält  es  sich  mit  der  Baumwolle  des  Vicekönigs
und  der  Prinzen.  Diese  wird  in  öffentlicher  Auction  verkauft,
und  obwohl  auch  dabei  Brutto  für  Netto  genommen  werden
muss,  erhält  man  dafür  keinerlei  Vergütung.  Die  Zahlung  muss
zum  Tarifsätze,  nämlich  Napoleons  zu  77e/ 4o  P.,  Livres  Sterling
zu  97*/.,  P.,  und  zwar  vor  Empfang  der  Waare  geleistet  werden.
Im  Laufe  des  vorigen  Jahres  kamen  auf  diesem  Wege
199.265  Kantar  in  Verkauf,  wobei  die  Schätzung  eines  speciell
dafür  engagirten  Engländers  zum  Ausgangspreisc  genommen
wird.
Die  Daira  lässt  sich  */ a  •>/„  Courtage  vergüten,  welche  also
immer  dem  Käufer  zur  Last  fällt.
Auf  Lieferung  kommen  an  der  Börse  fortwährend  Abschlüsse
vor;  diese  rangiren  aber  zur  grössten  Mehrzahl  in  die  Kategorie
der  Wetten  und  vertreten  die  an  den  europäischen  Börsen  beliebten ­
  Prämien  und  Stellage-Geschäfte.
Bei  einfachen  Contracten  zahlt  man  in  der  Regel  50  bis
60  P.  Darangeld  per  Kantar,  das  bei  der  Regulirung  in  Abzug
kömmt.
Für  das  Pressen  der  Baumwolle  sind  successive  bedeutend
verbesserte  Systeme  in  Anwendung  gebracht  worden.  Ursprünglich ­
  bediente  man  sich  gewöhnlicher  Handpressen,  dann  kamen
die  hydraulischen  in  Aufschwung  und  jetzt  benützt  man  nur
mehr  Dampfpressen,  welche  die  Ballen  auf  ein  Minimalmaass
reduciren,  worin  sie  durch  Eisenbänder  anstatt  der  früher  angewandten ­
  Stricke  festgehalten  werden.  Dadurch  wird  den  Verladern ­
  bei  der  gewöhnlich  nach  Maasstone  berechneten  Seefracht
ein  ziemlicher  Vortheil  gesichert.
[Egypten.]  N
            
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