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Die jetzigen Ballen wiegen durchschnittlich 612 Pfund eng
lisch und messen zwischen 40 und 43 Kubikfuss.
Bei Facturirung nach Europa wird reelle Tara verrechnet.
Bis jetzt muss die Baumwolle durchgehends auf Lichter
schiffen vom Quai nach den Schiffen gebracht werden; aber die
grossen Hafenbauten in Alexandrien schreiten rasch vorwärts,
und da der feste Meeresgrund daselbst keine unvorgesehenen
Schwierigkeiten befürchten lässt, so kann man der Angabe,
wonach jene Bassins im Jahre 1876 dem Verkehre übergeben
werden sollen, Glauben beimessen. Der Grundstein zu diesen,
der englischen Firma Greenfield & Comp, überlassenen neuen
Hafenbauten wurde im Jahre 1871 gelegt und sollen dieselben
aus einem, mittelst eines Dammes geschützten Vorhafen von
350 Hectar Oberfläche und mindestens 10 Metres Tiefe, und aus
einem inneren Bassin von 72 Hectar Oberfläche mit Minimaltiefe
von 8 1 / 3 Meter bestehen.
Die Eisenbahn soll bis zum neuen Hafen verlängert und die
Ein- und Ausladungs-Manipulation durch doppelte Schienen
stränge auf den Quai’s und durch hydraulische Erahnen wesent
lich vereinfacht werden.
Ein weiterer Vortheil wird dem Handel dadurch erwachsen,
dass die grössere Seegefahr, welche die Lichterschiffe trifft, ent
fällt, denn bis jetzt gaben diese häufig zu Havarien und selbst
zu Total-Verlusten Anlass.
Die Expedition der Baumwolle nach Europa erfolgt beinahe
ohne Ausnahme mittelst Dampfer, und zwar in weitaus grösster
Proportion unter englischer Flagge.
Diese befährt regelmässig die englischen Linien und in
letzter Zeit auch die Postroute Brindisi-Venedig, welche früher
in italienischen Händen war. Die Verladungen nach Marseille
geschehen durch die Dampfer der Messageries maritimes und
der Gesellschaft Fraissinet, jene nach der Westküste Italiens
ebenfalls durch die in Neapel anlaufenden Messageries oder
durch die bis Genua fahrende Gesellschaft Rabattino.
Dem österreichischen Lloyd fallen die Expeditionen nach
Triest und theilweise nach Venedig zu, sowie in letzter Zeit ein
Antheil an jenen nach Odessa. Dieser Platz gewinnt nämlich in
Folge des sich ausdehnenden Eisenbahnnetzes in Russland