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Full text: Volkswirthschaftliche Studien über Alexandrien und das untere Nil-Thal: ein Beitrag des k. u. k. General-Consulates und der österreichisch-ungarischen Colonie in Egypten zur additionellen Ausstellung des Welthandels

Sennes-Blätter. 
Von Ti. St ross. 
Die aus Egypten in den Handel kommenden Sennes-Blätter 
lassen sich in drei Hauptsorten eiutheilen: 
1. Sennari, deren Hauptsammel- und Verla dungsplatz 
Dongola ist; 
2. Assuanli, die, wie der Name andeutet, in Assuan, und 
3. Hedjasi oder Mekani, die in Meka, beziehungsweise in 
Djedda gekauft, und versendet werden. 
In gleicher Rangfolge werden auch die verschiedenen 
Sorten, die ungefähr im Verhältnis von 5:4:2 im Preise gegen 
einanderstehen, unterschieden. 
Erstere zwei Borten reisen gleich dem Gummi arabicum per 
Nil bis Cairo, die letzte per Dampfboot nach Suez und von da 
mittelst Bahn nach Cairo. Der Artikel wird, um rascher gesam 
melt zu werden, mit den Blattstengeln gepflückt und getrocknet. 
Diese Blattstengeln bilden eine für die spätere Verwendung 
unnütze Beimischung, welche selbst durch nachheriges Reinigen 
nur mit der grössten Sorgfalt ganz zu entfernen ist, weil durch 
den langen Transport und durch die Sprödigkeit des getrockneten 
Blattes der Artikel schon in Cairo in sehr gebrochenem Zu 
stande anlangt und sich dabei mit den gleichfalls gebrochenen 
Stielen und Staubtheilehen in innigster Weise verbindet. Auch 
ein bedeutender Theil Staub findet sich der Waare beigemischt, 
sowie endlich eine andere, den Sennes-Blättern ähnlich sehende, 
für die Arznei aber unverwendbare Blattgattung, die hier zu 
Land Chargal genannt wird, und an ihrem scharfen Gerüche und 
der grösseren Sprödigkeit leicht zu erkennen, sehr schwer aber 
abzusondern ist, wenn sie den Sennes-Blättern schon am Samm 
lungsorte selbst beigegeben wurde.
	        
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