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Full text : Volkswirthschaftliche Studien über Alexandrien und das untere Nil-Thal: ein Beitrag des k. u. k. General-Consulates und der österreichisch-ungarischen Colonie in Egypten zur additionellen Ausstellung des Welthandels

Gummen,
Von  Leopold  Stross.
Der  grösste  I  heil  der  in  Europa  zum  Verkaufe  kommenden
Gummen  wird  aus  Egypten  exportirt,  nur  ein  verhältnissmässig
geringes  Quantum  von  Senegal,  vom  Gap  der  guten  Hoffnung,
von  Australien  und  Ostindien.
Trotz  des  enormen  Aufschwunges  der  in  allen  Industriezweigen, ­
  welche  Gummi  verwenden,  in  den  letzten  Jahren  Platz
gegriffen  hat,  ist  der  Verbrauch  dieser  Drogue  in  Folge  der  Einführung' ­
  von  Dextrin  kein  bedeutenderer,  ja  in  gewissen  Sorten
sogar  ein  geringerer  geworden.
Die  wichtigste  und  verlangteste  aller  Gattungen  ist  „Gummi
arabicum“  und  die  beste  Provinienz  dieser  Sorte  die  von  Kordofan.

Die  Waare  ist  mattweiss,  leicht  löslich,  grosskörnig,  hat
einen  starken  muscheligen  Bruch  und  wird  umsomehr  geschätzt,
als  sich  darin  weniger  Staub  und  Holzrinde  durch  unvorsichtiges ­
  Sammeln  oder  absichtliches  Zuthun  vorfinden.
Sennarie-Waare,  aus  den  östlicheren  Partien  des  Sudans
kommend,  mit  härterem  und  schwerer  löslichem  Korne  und  Gezire
  mit  gelblicher  Farbe  sind  weniger  beliebt.
Nächst  dem  Gummi  arabicum  ist  Gummi  talcn  die  gesuchteste ­
  Gattung.  Die  Waare  hat  ein  sehr  kleines  Korn  mit  ziemlich ­
  starker  röthlicher  oder  gelblicher  Färbung,  und  enthält
ziemlich  viel  Beimischung  von  Staub  und  kleinen  Holzstückchen.
Eine  feine  aber  minder  gesuchte  Sorte  bildet  der  für  die
Seidenfärberei  viel  verwendete  Gummi-Fahmi,  welcher  sich  durch
ein  besonders  festes,  sehr  schwer  zerbrechliches,  sehr  grosses
starkes,  muschliges,  hellrothes  Korn  auszeichnet,  im  Handel  aber
fast  nie  rein,  sondern  meistens  unter  Beimischung  von  Liti
            
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