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Bezug des indischen Handels, Veränderungen eingetreten, die
zur Folge hatten, dass Alexandrien, dessen Bevölkerungszahl
Ende des vorigen Jahrhunderts nur mehr 6000 Seelen betrug,
heute deren gegen 200.000 zählt und eine der grössten Handelsstädte
am Mittelmeere geworden ist. Den Grund zu dieser neuerlichen
Bllithe Alexandriens legte der äusserst begabte Meilern
et Ali Pasc ha durch die Herstellung des Mahmudieh-Canales.
Mag nun auch der Transithandel mit der Zeit wieder in neue
Bahnen getrieben werden, wie es zum Theile durch den Suez-Canal
schon der Fall ist, mag auch Alexandrien in Zukunft mit
diesem immerhin sehr lucrativeh Ueberlandhandel gar nichts
mehr zu thun haben, so tief wie früher wird es sicher nicht
mehr sinken können, aus dem einfachen Grunde, weil Egypten
in neuerer Zeit in die Bei he der grossen Baumwollländer eingetreten
ist und der grösste Theil der hiesigen Baumwollernten
über Alexandrien nach Europa weiter befördert wird.
Dasjenige, dessen Alexandrien absolut nothwendig bedarf,
ist die Herstellung eines bequemen Hafens, der den Anforderungen
des Verkehres der Neuzeit vollständig entspricht. Sein
Hafen ist von Natur aus gut, sehr geräumig und tief. Die Einfahrt
aber ist gefährlich wegen der vielen Klippen, die mitunter
hart an die Wasserfläche reichen, was das Einlaufen unendlich
erschwert. Und dann fehlt es dem hiesigen Hafen noch gänzlidh
an jenen Bauten, welche das Ein- und Ausladen der Waaren
erleichterten. Die gegenwärtige Regierung Egyptens ist eitrigst
bemüht, diesen Uebelsfänden möglichst gründlich abzuhelfen.
Sie lässt dermalen am Hafen Arbeiten ausführen, welche für die
Schifffahrt von grösster Tragweite sind. Die Ausführung dieser
Hafenbauten wurde im Jahre 1869 der Gesellschaft Greenfield
et Comp, übertragen; dieselben sollen circa 50 Millionen Francs
kosten und müssen im Jahre 1876 gänzlich vollendet sein.
Diese Arbeiten bestehen im Wesentlichen in Folgendem:*
1) In der Herstellung eines Vorhafens von S50 Meter Oberfläche
und einer liefe von mindestens 10 Meter. Gegen die See wird
dieser Vorhafen durch einen Wellenbrecher geschützt sein, der
aus künstlichen Steinblöcken erbaut wird. Für diesen Steindamm
wird man 20.000 Blöcke, jeder zu 10 Kubikmeter und 20 Tonnen
wiegend, verwenden. Die Einfahrt in den Hafen zwischen diesem
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