Datteln.
V o n L. S t r o s s.
Von sämmtlichen liier vorkommenden Dattelgattungen ist
nur die sogenannte Suttari-Waare für den Export geeignet.
Dieselbe ist grösser, enthält mehr Zuckerstoff' und erhält
sich besser, findet sich aber nicht in so grosser Menge, als die
anderen Sorten, da sie blos in der Gegend von Zagazig, zumeist
in dem Orte El’Oren gepflegt wird.
Die Erntezeit dieses Artikels fällt ungefähr (j Wochen nach
dem Durchschnitte der Nildämme, also gegen Ende September,
und es werden zumeist an einem und demselben Tage die reifen,
aber noch feuchten Dattelbüsche abgeschnitten, dieselben aber
noch 8—10 Tage im Sande liegen gelassen, um die volle Reife
und Trockenheit zu erlangen, und dann erst dem Verkehre übergeben.
Gewöhnlich ist die Frucht schon Monate vor der Einsammlung
von Speculanten, welche den Bauern Geldvorschüsse
geben, zum grössten Theile aufgekauft, und es bleibt nur wenig
für den Privatverkauf offen; doch wird diese Speculation, welche
mehr oder minder auf Wucher beruht, von der Regierung nicht
begünstigt, und bei Streitfällen ziehen die Geldgeber gewöhnlich
den Kürzeren.
Dadurch, dass der Ort, wo die Frucht gesammelt wird, von
der Bahnstation weit entfernt ist, und die Waare erst auf
Kameelen dahin transportirt wird, sowie auch ferner dadurch,
dass jeder Reisende seine Waare so früh als möglich abreisen
lassen will, weil in Europa die ersten Datteln beinahe den
doppelten Preis der nachfolgenden erreichen, liegt in der
Expedition der Waare die grösste Schwierigkeit und erfordert