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Full text : Volkswirthschaftliche Studien über Alexandrien und das untere Nil-Thal: ein Beitrag des k. u. k. General-Consulates und der österreichisch-ungarischen Colonie in Egypten zur additionellen Ausstellung des Welthandels

Datteln.

V  o  n  L.  S  t  r  o  s  s.
Von  sämmtlichen  liier  vorkommenden  Dattelgattungen  ist
nur  die  sogenannte  Suttari-Waare  für  den  Export  geeignet.
Dieselbe  ist  grösser,  enthält  mehr  Zuckerstoff'  und  erhält
sich  besser,  findet  sich  aber  nicht  in  so  grosser  Menge,  als  die
anderen  Sorten,  da  sie  blos  in  der  Gegend  von  Zagazig,  zumeist
in  dem  Orte  El’Oren  gepflegt  wird.
Die  Erntezeit  dieses  Artikels  fällt  ungefähr  (j  Wochen  nach
dem  Durchschnitte  der  Nildämme,  also  gegen  Ende  September,
und  es  werden  zumeist  an  einem  und  demselben  Tage  die  reifen,
aber  noch  feuchten  Dattelbüsche  abgeschnitten,  dieselben  aber
noch  8—10  Tage  im  Sande  liegen  gelassen,  um  die  volle  Reife
und  Trockenheit  zu  erlangen,  und  dann  erst  dem  Verkehre  übergeben. ­
  Gewöhnlich  ist  die  Frucht  schon  Monate  vor  der  Einsammlung ­
  von  Speculanten,  welche  den  Bauern  Geldvorschüsse
geben,  zum  grössten  Theile  aufgekauft,  und  es  bleibt  nur  wenig
für  den  Privatverkauf  offen;  doch  wird  diese  Speculation,  welche
mehr  oder  minder  auf  Wucher  beruht,  von  der  Regierung  nicht
begünstigt,  und  bei  Streitfällen  ziehen  die  Geldgeber  gewöhnlich
den  Kürzeren.
Dadurch,  dass  der  Ort,  wo  die  Frucht  gesammelt  wird,  von
der  Bahnstation  weit  entfernt  ist,  und  die  Waare  erst  auf
Kameelen  dahin  transportirt  wird,  sowie  auch  ferner  dadurch,
dass  jeder  Reisende  seine  Waare  so  früh  als  möglich  abreisen
lassen  will,  weil  in  Europa  die  ersten  Datteln  beinahe  den
doppelten  Preis  der  nachfolgenden  erreichen,  liegt  in  der
Expedition  der  Waare  die  grösste  Schwierigkeit  und  erfordert
            
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