Im laufenden Jahre dürften etwa 100.000 Centner mehr
erzeugt worden sein, und für das nächste steht eine weitere Zu
nahme in Aussicht, da die Raffinerien nun completirt sind und
im Stande sein werden, mit ganzer Kraft zu arbeiten.
Immerhin bleibt man von den in Aussicht gestellten 2 Mil
lionen Kantar noch weit entfernt, obschon zugegeben werden
muss, dass 150.000 Feddans richtig angebaut und mit der ver
besserten Gewinnungsmethode ein höheres diendement als das
bisherige ergeben sollten.
Im Ganzen existiren heute in Egypten ungefähr ein Dutzend
Zucker-Raffinerien, und zwar in :
Beni Mazar,
Roda,
Minich,
Magaga,
Muttana,
Massaret el Dude,
Schiek Fadle,
Aba el Ouaf,
Abbu Kassa,
Armand,
Farschut,
Fescene,
Abu Kebir
Wahrscheinlich nach Massgabe der in Gebrauch kommenden
neuen Maschinen hat sich das Produetions-Systein in den ver
schiedenen Fabriken bis jetzt von Jahr zu Jahr verändert und
grössere Gleichförmigkeit angenommen.
Während z. B. voriges Jahr noch bedeutende Posten gelb
licher, candisähnlich krystallisirter Waa re in den Handel kommen,
ist davon in dieser Saison nichts zu finden gewesen, und lassen
sich sämmtliche diessjährige weisse Zucker in vier Typen
zusammenfassen, welche zur Beurtheilung beifolgen.
Sie weisen durchgehends ein schon krystallisirtes, scharfes
Korn auf, sind frei von jedem Nebengeschmack und zeichnen
sich durch grossen Zuckergehalt aus. Auch die braunen Sorten
in grossen Broten, wovon aus den Fabriken Roda, Farschut und
Magaga Muster beiliegen, sind gehaltreich und für Raffinirungs-
zwecke sehr passend, dagegen lassen die aus der Melasse
gewonnenen dunkelbraunen Qualitäten in jeder Richtung umso
mehr zu wünschen übrig. Beifolgend nur eine Probe zur Beur
theilung.
Jede lahrik besitzt eine Destillerie, um aus der Melasse
Sprit zu erzeugen. Wie aus gesandten zwei Mustern ersichtlich,