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Araber darf aber laut Koran weder Zinsen nehmen noch geben,
und es bleiben daher die Forderungen der Europäer an die Ein-
gebornen, trotzdem zwischen Verfall und Zahlung eines Wech
sels oft Monate liegen, unverzinst. Die Consequenzen des eben
besprochenen üebels sind leicht zu zieheu. Um ein Geschäft in
Egypten zu führen, bedarf es weit bedeutenderer Mittel, als zu
demselben Geschäfte in Europa erforderlich wären; es muss also
hier entweder das eigene Capital oder der Credit in viel grös
serem Masse in Anspruch genommen werden, als in Europa.
Hiermit hätten wir so ziemlich Alles angedeutet, was den
hiesigen Importhandel im Allgemeinen an'geht, und wenden uns
nun zu dessen Beziehungen zur Weltausstellung.
Wenn die Industriellen aus derselben irgend welchen prak
tischen Nutzen ziehen wollen, müssen sie wohl vor allem Andern
die Ursachen zu ergründen suchen, die sie bisher verhinderten,
mit anderen Ländern in einem oder dem andern Artikel für den
Welthandel in Concurrenz zu treten. Die Weltausstellung bietet
den Industriellen ein ungemein reiches Material, ein äusserst
ausgiebiges Feld der Beobachtung, welches, mit Intelligenz be
nützt, von unschätzbarem Werthe zu werden verspricht. Der In
dustrielle kann sichihier durch gründlichen Vergleich seiner Er
zeugnisse mit denen anderer Länder die volle Ueberzeugung
holen, ob die. Hindernisse, welche ihn abhielten, für dieseu oder
jenen Artikel mit andern Ländern in Concurrenz zu treten, zu
beseitigen sind oder nicht. Im ersteren Falle, wo also der In
dustrielle nur mit Nebenfragen, oder besser gesagt, mit Fac-
toren zu kämpfen hat, die zu überwältigen er sich stark genug
fühlt, wird er dem Artikel, um welchen es sich handelt, eine er-
höhtere Aufmerksamkeit zuwenden, denn bisher, ja keine An
strengungen und Opfer scheuen, die zur Beseitigung jener Hin
dernisse beitragen könnten, wegen welcher er seine Fabricate
bisher nicht dem Welthandel zuführen konnte. Die sichere Aus
sicht auf Erfolg wird seiner Leistungsfähigkeit eine unendliche
Spannkraft verleihen, und frischer Muth an die Stelle einer
Apathie treten, die fast immer im Gefolge eines Unternehmens
ist, dessen Gelingen mehr oder weniger in Frage steht.
Im zweiten Falle, wenn nämlich der Industrielle mitLebens-
fragen oder vielmehr mit Factoren zu rechnen hat, deren Gewäl
lt