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Full text: Volkswirthschaftliche Studien über Alexandrien und das untere Nil-Thal: ein Beitrag des k. u. k. General-Consulates und der österreichisch-ungarischen Colonie in Egypten zur additionellen Ausstellung des Welthandels

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Die pharmaceutischen Präparate kommen uns alle aus 
Europa, der Mehrzahl nach aus Frankreich zu. 
An chemischen Fabriken herrscht hier absoluter Mangel, 
auch lässt sich in dieser Richtung nicht so bald ein Fortschritt 
erwarten; es ist daher anzunehmen, dass diese Branche noch 
lange von Europa abhängig bleiben wird. Obwohl sie zahllose 
Aitikel in sich schliesst, ist das eonsumirte Quantum jedes ein 
zelnen deiselben doch verschwindend klein; so dass es ganz 
unmöglich ist, in das Detail derselben einzugehen. 
In die zweite Kategorie gehören vor Allem die meist über 
England kommenden Gewürze. 
Von Bedeutung darunter ist nur Pfef fer, wovon im Jahre 
1871 9700 Kantars zugeführt wurden. Je nach Qualität der 
Waare variirt der hiesige Preis von P. C. 600 bis 620 per Kantar. 
Der Napoleon wird dabei ausnahmsweise mit P. C. 150 verrechnet. 
Die nächst wichtigen Artikel sind: 
Pigment im Tageswerthe von P. C. S\/ 2 per Oka; 
Ingwer P. C. ll«/ a C. 12. 
Cassia lignea im Werthe von P. C. 30 per Oka und 
Gewürznelken, die momentan 15«/* P. C. per Oka kosten. 
Der Napoleon wird bei diesen Geschäften mit P. C. 154 
angenommen. 
Unter den Farbestoffen nimmt unstreitig Indigo den ersten 
Platz ein, denn abgesehen von der jährlichen Zufuhr von 16 C. 
20.000 Oka wird er auch im Lande, namentlich in Ober-Egyp 
ten, producirt. Ueber die Ausdehnung dieser Cultur lässt sich 
kein bestimmtes Urtheil abgeben, so viel aber ist gewiss, dass 
die in Stephan’s Handbuch angegebene Ziffer von einem 
Ertrage von 4 Millionen Kilos auf einem entschiedenen Irrthume 
beruhen muss, denn bei einer Total-Bevölkerung von 5 Millionen 
Menschen käme darnach jährlich */ s Kilos auf den Kopf, was 
wohl ganz unmöglich ist trotz der Beliebtheit, welcher sich die 
blauen Hemden, als Hauptkleidungsstück, bei den Fellahs 
erfreuen. In den Exportlisten kommt der Artikel nicht vor, wess- 
halb wir ihm als Landesproducte einen nur ganz untergeordneten 
Rang anweisen können; als Transitgut aus Ostindien war er 
früher für die Suez-Eisenbahn von Bedeutung, sowie er jetzt für 
den Canal ist.
	        
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