muss, ohne sich indessen zwischen den Fingern leicht zerreiben
zu lassen.
Der Werth guter Waare, inclusive Zoll, variirt von P.C. 180
bis 200 — per Kantar von 100 Rottoli.
Opium. Während im Jahre 1862 16.000 Oka davon expor-
tirt wurden, erscheinen in Regny’s Jahrbuch für 1871 nur mehr
9000 Oka unter dieser Rubrik. Die Qualität desselben ist ent
schieden geringer als jene von Kleinasien, insofern, als sie bei
schwächerem Gerüche, jener auch in narkotischer Hinsicht
wesentlich nachsteht.
Die Waare kömmt in runden, platten, lederbraunen, festen
und spröden Kuchen, in Blätterumhüllung, in den Handel.
Henna. Im Jahre 1862 gingen davon 25.000Kantar ausser
Landes; im Jahre 1871 nur mehr 7200 Kantar. Es sind diess
die getrockneton, zerriebenen Blätter der gleichnamigen Pflanzen,
welche hauptsächlich in Said und Raschid gedeiht.
ImLande werden sie speciell zumFärben der Nägel an Hän
den und Füssen benützt, wofür die Eingebornen eine Vorliebe
beibehalten haben, obschon die Regierung vor wenigen Jahren
ein Verbot dagegen erlassen haben soll.
Kusso — unter diesem Namen kennt man ein gegen den
Bandwurm bewährtes Landesmittel, welches man aus den Blüthen
des Kussobaumes gewinnt, indem man sie pflückt, ehe der
Samen völlig reif ist, dann an der Sonne trocknet und in Töpfen
aufbewahrt.
Rosenöl. Obwohl die Qualität des hiesigen Erzeugnisses
geringer als jene des persischen ist, so zeigt die Production
doch eine Zunahme, und da der grössere Theil davon nach
Smyrna und Constantinopel ausgeführt wird, ist anzunehmen,
dass es benützt wird, um von dort aus, mit den besseren Sorten
gemischt, wieder in den Handel gebracht zu werden.
Zur Gewinnung des Rosenöls werden die Rosenblätter mit
kaltem Wasser Ubergossen, während des Tages der Sonne, wäh
rend der Nacht der Kühlung ausgesetzt und durch diese Procedur
sammeln sich kleine Partien Oel an der Oberfläche. 100 Pfund
Blätter geben ungefähr eine Unze Oel.
Für das von hier exportirte Quantum können wir keinerlei
Anhalt finden; in den Regny’schen Tabellen ist es mit Moschus