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Full text: Volkswirthschaftliche Studien über Alexandrien und das untere Nil-Thal: ein Beitrag des k. u. k. General-Consulates und der österreichisch-ungarischen Colonie in Egypten zur additionellen Ausstellung des Welthandels

Import von Butter in Egypten. 
Von C. Menshaiisen. 
Dev Viehstand Egyptens ist ein äusserst geringer, nament 
lich fehlt es fast ganz an Kühen. 
Die von Ziegen, Eselinen und Büffelkühen herrührende Milch 
wird fast nur als solche genossen, und die wenige, in höchst 
primitiver Weise erzielte Butter ist nichts als ein fetter weisser 
Käse, der kaum jenen Namen verdient. 
Egypten ist also für dieses Nahrungsmittel auf das Ausland 
angewiesen und bezieht es hauptsächlich von der Türkei über 
Smyrna und Constantinopel, von Oesterreich und Bayern über 
Triest, von Norditalien über Venedig. 
Die beste, im Lande eingeführte und nur von wohlhabenden 
Leuten, namentlich Europäern consumirte Butter kommt in ganz 
unbedeutenden Quantitäten und auch nur zeitweilig von Mailand. 
Die zweite Qualität ist die von Steiermark, die schon mehr im- 
portirt und namentlich von Europäern consumirt wird. 
Die von der Türkei importirte Butter nimmt den dritten 
Rang ein, ist aber noch eine reine, unverfälschte Butter und wird 
in grossen Quantitäten von den wohlhabenden Eingebornen, 
Türken und Griechen verbraucht. 
In vierter Reihe ist die bayerische Kunstbutter zu erwähnen, 
die hauptsächlich von der egyptischen Armee consumirt wird 
und nichts weniger als Butter ist. Die Composition derselben 
variirt, doch soll der Hauptbestandteil derselben Sedam- 
Oel sein. 
Fracht ist ungefähr 1 Gulden Silber per Zoll-Centner. Ein 
gangszoll 8% (minus 10%), Assecuranz % %, Courtage ',4 %, 
Commission bei Verkäufen für fremde Rechnung 3%.
	        
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