MAK

Full text: Volkswirthschaftliche Studien über Alexandrien und das untere Nil-Thal: ein Beitrag des k. u. k. General-Consulates und der österreichisch-ungarischen Colonie in Egypten zur additionellen Ausstellung des Welthandels

Cigarren. 
Von D. P o 11 a k. 
Der Import von Cigarren hat wohl in den letzten Jahren 
durch das Anwachsen der europäischen Colonie eine gewisse 
Wichtigkeit erlangt. Der Eingeborne raucht bekanntlich im 
Hause nur den Schibouk und das Narghile und auf der Strasse 
die Cigarette, und hat sich nur in jüngster Zeit daran gewöhnt, 
ide und da eine ordinärere Sorte Cigarren, welche aus Malta 
importirt wird, zu rauchen. 
Was nun die besseren Cigarren zum Gebrauche für Euro 
päer betrifft, so spielen die echten Havannah-Cigarren im Handel 
beinahe gar keine Rolle. Sie werden von den wohlhabenderen 
Europäern zum eigenen Gebrauche selbst importirt und bilden 
nur hie und da einen Geschäftszweig für Wiederverkäufer. 
In den Mittelsorten wird ein ziemlich umfangreiches Ge 
schäft mit Holland, Belgien und Deutschland gemacht, und es 
sind die hier beliebtesten die holländischen aus der Fabrik 
Ribbius Pelletier in Utrecht, welche den hiesigen Geschmack 
so richtig zu treffen wusste, dass sie absolut den Markt be 
herrscht und dass alle anderen Fabriken, welche nach Egypten 
exportiren wollen, darauf angewiesen sind, die Qualität und 
Ausstattung der Erzeugnisse des genannten Hauses nachzu 
machen, wenn sie nicht einem sicheren Misserfolge entgegen 
sehen wollen. 
Die hier gangbaren Sorten holländischer oder in Belgien 
und Deutschland imitirter Cigarren sind. 
Trabucos Alexandria, kosten in Holland ungefähr 
50 fl. und erzielen hier 200 fl. per Mille. 
Tr ahne os Semiramis, Preis in Holland 35 fl., hier 
circa 150 fl.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.