MAK

Full text: Katalog der Ausstellung orientalischer Teppiche im K.K. Österr. Handels-Museum, 1891

CENTRALASIATISCHE TEPPICHE. — TURKMENEN. gefertigter Stücke mit, unter denen eine feine Decke für das Pferd des Bräutigams nicht fehlen darf. Je feiner die Sattel¬ decke, desto grösser die Liebe zu dem Manne, für den sie bestimmt ist, so lautet ein turkmenisches Sprichwort. Diese auf patriarchalischen Institutionen fussende Erzeugungsart lenkt aber auch hier in die Bahnen des gewerbsmässigen Betriebes und wird — seit den Turkmenen das Räuberhand¬ werk gelegt ist — bei diesen zu sesshafter Lebensweise gezwungenen Nomaden bald zu deren Haupterwerb. Turkmenischer (Teke-)Teppich Nr. 127 von Jacob Adutt. Rücksichtlich der Dimensionen lässt sich der turk¬ menische Teppich in die drei verschiedenen, im allgemeinen Theile aufgezählten Grössen und Kategorien eintheilen; am häufigsten ist die Sedschadeform und die Grösse der Gebet¬ teppiche. Die Wolle, aus welcher dieser Teppich ausschliesslich hergestellt wird, ist oft sehr fein und hat namentlich nach längerem Gebrauche ein sammtartiges Lustre. Hie und da werden in die Dessins, und zwar namentlich in die schwarzen
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