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MAK

Full text : Ueber Decoration von Thonwaaren und Emaillage

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gemacht  wurden,  als  man  die  Legirungen  und  Glasflüsse  als  Verbindungen ­
  hinstellte.
Was  hauptsächlich  zu  Gunsten  der  Hypothese  spricht,  dass
man  es  hier  nicht  mit  einer  Mischung,  sondern  mit  einer  wirklichen
Verbindung  zu  thun  hat,  das  ist  die  Verschiedenheit  der  Farbe  des
auf  trockenem  oder  nassem  Wege  erhaltenen  combinirten  Oxydes.
Diese  Veränderung  ist  oft  sehr  bedeutend,  wenn  man  die  Farbe  der
einzelnen  in  Verwendung  gebrachten  Oxyde  damit  vergleicht.
Der  Umstand,  dass  diese  als  Farben  verwendeten  Doppeloxyde
nicht  constante  chemische  Zusammensetzung  zeigen,  spricht  nicht
gegen  die  Annahme,  dass  Doppeloxyde  als  wahre  chemische  Verbindungen ­
  existiren;  •  man  braucht  nur  die  mögliche  Annahme  zu
machen,  dass  die  constant  zusammengesetzten  Doppeloxyde  von  einem
ihrer  Bestandtheile  mehr  oder  weniger  auflösen.
Die  Existenz  solcher  Doppeloxyde  wird  ferner  durch  die  interessante ­
  Bereitung  künstlicher  Edelsteine  bei  sehr  hohen  Hitzegraden
durch  Ebelmen  und  durch  die  Darstellung  des  Eisenoxyd-Kalkes  von
Pelouzc  erwiesen.  Es  soll  hier  nicht  weiter  auf  die  chemische  Natur
dieser  Körper  eingegangen  werden,  es  mag  genügen,  eine  flüchtige
Beschreibung  der  Bereitung  einfacher  und  zusammengesetzter  Oxyde
zu  geben,  wie  sie  für  die  in  Rede  stehenden  Farben  gebraucht
werden.
Die  Reihenfolge  soll  hier  dieselbe  sein,  wie  bei  den  Email-Farben
  für  Paste.

1.  Grau  und  Schwarz.
2.  Grün.
3.  (leib  (licht  und  dunkel).
4.  Ocker.
5.  Roth  (Carmin  und  Lack).

6.  Violett  aus  Eisen.
7.  Braun.
8.  Farben  aus  Gold  (Violett,
Purpur,  Carmin).
9.  Blau.
10.  Weiss.

Schwarz  und  Grau.  Dasselbe  Oxyd  dient  für  Grau  und
Schwarz,  bei  Schwarz  wird  mehr  Oxyd,  bei  Grau  mehr  Flussmittel
zugesetzt.  Die  Bereitung  des  Oxydes  ist  folgende.  Man  nimmt:

Kobaltoxyd  50  Grm.
metallisches  Eisen  50  Grm.

Man  löst  jedes  für  sich  in  Salzsäure,  verdünnt  mit  Wasser,
filtrirt  und  giesst  zusammen;  hierauf  wird  mit  Soda  gefällt  und  mit
viel  Wasser  so  lange  gewaschen,  bis  das  Eisen  grösstentheils  in
gelbes  Oxydhydrat  übergegangen  ist.  Man  trocknet  den  Niederschlag,
mischt  die  doppelte  Gewichtsmenge  verknistertes  Kochsalz  hinzu  und
calcinirt  bei  dunkler  Rothgluth;  hierauf  wäscht  man  mit  kochend
heissem  Wasser  vollständig  aus,  lässt  trocknen  und  calcinirt  nochmals, ­
  diesmal  bei  starkem  Feuer.
Grün.  Die  Grundlage  dieser  Farbe  ist  Chromoxyd.
            
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