97
Hellgrün. Hier kommt reines Chromoxyd zur Verwendung,
das man am einfachsten und billigsten auf folgende Weise erhält:
Man bringt eine Mischung von
200 Gewichtstheilen doppelt chromsaurem Kali und
100 n Schwefelblumen
in einen Herd, macht in der Mitte der Mischung eine kleine Höhlung,
füllt diese mit Schwefelblumen und zündet sie an; als Product des
Processes erhält man Chromoxyd, das mit kochendem Wasser auszuwaschen
ist. Nach dem Trocknen ealcinirt man noch einmal, um die
letzten Spuren von unverbranntem Schwefel zu entfernen. Man erhält
endlich ein schön grün gefärbtes Oxyd.
Dunkelgrün. Man ealcinirt bei heftigem Feuer eine möglichst
fein zerriebene Mischung von
Chromoxyd (nach obiger Methode bereitet) . . 100
Kobaltoxyd 5q
kohlensaures Zink
Nach dem Calcinircn wäscht man mit kochendem Wasser aus,
um kleine Mengen von chromsaurem Kali zu entfernen, das entweder
noch im Chromoxyd enthalten war, oder durch die im Kobaltoxyd
enthaltenen Spuren von Kali gebildet worden ist.
Bläulichgrün Nr. 1. Man behandelt, wie oben angegeben,
die folgende Mischung:
Chromoxyd 100
kohlensaures Kobalt 30
Nach dem Caleiniren bei starkem Feuer wäscht man aus und
das erhaltene Oxyd zeigt ein schönes, reines Blaugrün.
Blaugrün Nr. 2. Das Verfahren ist wie bei Nr. 1, die
Gewichtsmengen sind folgende:
Chromoxyd 100
kohlensaures Kobaltoxyd 50
Schwarz grün Nr. 1. Man reibt auf einer Glastafel auf’s
feinste eine Mischung von Chromoxyd und englischem Kobaltoxyd.
Es kann hier nur ein Theil des Kobaltoxydes chemisch gebunden
werden, der Ueberschuss bewirkt den schwarzen Ton. Man nimmt:
Chromoxyd 100
Kobaltsesquioxyd 100
man reibt, wäscht mit kochendem Wasser und trocknet. Das so
bereitete Oxyd ist schwärzlichgrün mit einem Stich in’s Bläulichgrüne.
Die Farbe vereinigt sich gut mit dem Flussmittel und verändert
sich nicht beim Brennen.
Schwarz grün Nr. 2. Man reibt auf einer Glasplatte folgende
■Mischung:
Chromoxyd 20
rohes englisches Kobaltoxyd .... 10
Eisenoxydhydrat........ 15
Salvetat.
7