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Nr. 3. Cal eine Nr. 1 200
Caleine Nr. 2 200
Sand von Etampes 100
Salpeter 60
Minium 40
Das Schmelzen geschieht hier wie bei den andern weissen Farben,
die geschmolzene Masse wird nach dem Erkalten aus den Schmelztiegeln
herausgenommen. Während des Schmelzens dürfen die roducirenden
Feuergase nicht auf die schmelzende Masse einwirken, weil sonst Bleioxyd
zu metallischem Blei reducirt würde; die weisse Schmelze würde dann
von schwarzen Adern durchzogen sein und die Niiance verunreinigt.
Dies sind die Methoden, durch welche man sich eine hinreichende
Auswahl von Farben für Email auf der Paste erzeugen kann. Wir wollen
nun zur Auseinandersetzung der praktischen Methoden schreiten, mit
Hilfe deren man die eben besprochenen Körper am besten anwenden
kann. Bevor wir aber das rein Technische behandeln, müssen wir
unsere Aufmerksamkeit auf die Temperatur richten, bei welcher das Email
eingebrannt wird, je nachdem man wie mit Deckfarben oder wie mit
Aquarellfarben malt.
Es wurde schon früher angegeben, dass das Eisenoxyd verschwindet,
wenn man dasselbe auf einer bleioxydhaltigen Oberfläche anwendet. Wir
haben noch daran zu erinnern, dass dieser Effect um so stärker hervortritt,
je höher die Temperatur ist, bei der man einbrennt. Nun enthalten
aber einige der angegebenen Farben Eisenoxyd, theils im freien Zustande,
wie die rothen, theils in chemischer Verbindung, wie Braun, Ocker
und Schwarz.
Wenn man Weiss anwendet, so ist darauf Rücksicht zu nehmen,
dass dies im Allgemeinen eine harte, d. h. schwer schmelzbare Farbe ist,
und dass demnach die damit bemalten Gegenstände bei hoher Temperatur
gebrannt werden müssen.
Bei dieser Art Malerei wird man sich ferner nur zusammengesetzter
brauner Farben bedienen, die man durch Mischen von Purpur, Dunkelgelb
und Violett aus Gold erhält. Roth wird erhalten, indem man Purpur
und Gelb entweder mischt oder übereinander aufträgt. Die Farben-Auswahl
wird hier im Allgemeinen eine sehr geringe sein, und man wird
nur beschränkte Anwendung machen von den Farben des Eisens, von
Braun, Ocker, Roth und Grau. Begnügt man sich nicht damit, so läuft
man Gefahr, einen grossen Theil der Arbeit zu verlieren. Sollen die
beiden letzten Farben angewendet werden, so bewahrt man ihr Aufträgen
bis zur letzten Retouche auf und brennt bei möglichst niederer Temperatur
ein.
Malt man ä l’aquarelle, so braucht man nicht gar so vorsichtig
zu sein, man kann von allen angegebenen Farben Gebrauch machen,
weil sie nicht bei zu starkem Feuer eingebrannt werden müssen.
Man darf indess nicht vergessen, dass die Farben an und für sich