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Man brennt die verzierten Stücke, wenn sie getrocknet sind,
in den gewöhnlich zum Brennen von gemaltem Porzellan dienenden
Muffelöfen ohne irgend andere Vorsichtsmaßregel, als jene, dass ma
die einzelnen Stücke wohl von einander absondert und sie auf möglichst
wenig Punkten aufruhen lässt. Man stellt mehrere Etagen «her
einander auf und benützt hiezu Eisenstangen, die man in entsprechen e.
Länge abschneiden lässt.
Die zum Brennen des Emails nothweudige Temperatur ist ungefähr
dieselbe bei welcher man gewöhnlich gemalte Waare zum
IvSnmat hn Versuchsfeuer brennt, ln Graden des hunderttheihgen
Thermometers ausgedrückt, fällt die entsprechende Temperatur zwisc i.n
850 und 900 Grade.
Die Producte dieses Verfahrens, welche an die Rustiques von
Palissy erinnern, eignen sich nicht gut zum täglichen Gebrauch.
Man wendet diese Art Verzierung in der Regel nur bei Stücken
an welche ihren Platz auf Schaukästen, Anr chttiscl.eu u. s. w. finden
sollen, also vielmehr bei Kunst- und Ziergegenständen, als bei solche ,
die zum häuslichen Gebrauche bestimmt sind.
In Bezug auf diesen letzteren Zweck würden diese Glasuren
jedenfalls dem harten und standhaften Ueberzuge selbst des gewöhnlichsten
Porzellans nachstehen.
Es wurde (siehe Artikel: Acide borique im Dictionnaire des arts
et manufactures) die Zusammensetzung einer farblosen Ble^lasur
angegeben, die sich sowohl zum Glasiren von hartem als B.scuit
gebranntem Porzellan, als auch für feine Fayence, welche wie Steingut
gebrannt wurde, eignet. Es wurde auch angegeben, dass diesei
Glasfluss durch einige Oxyde gefärbt werden kann.
Es folgt hier eine Reihe von Farbentönen, welche zu Sevres
unter der Direction von Salvetat angewendet werden. (Email nac i
Bernard Palissy für Terra cotta.)
Nr. 1. Flussmittel.
2. Undurchsichtiges Weiss.
„ 3. Grau.
„ 4. Schwarz.
„ 5. Lichtblau.
6. Dunkelblau.
„ 7. Blaugrün.
B 8. Dunkelgrün.
„ 9. Gelblichgrün.
„ 10. Gelb.
B 11. Elfenbeinfarben.
„ 12. Gelbbraun (Ocker).
13. Violettbraun.