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MAK

Full text : Ueber Decoration von Thonwaaren und Emaillage

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was  entspricht:
Kieselsäure  76'00
Thonerde  und  Eisenoxyd  ....  7'75
Kalk  und  Magnesia  6  08
Kali  und  Natron  3‘72
Kupferoxyd  6 - 00

Man  ist  genöthigt,  bei  dieser  Mischung  einen  Uebersehuss  von
Kupferoxyd  anzuwenden,  weil  dasselbe  in  einer  reducirenden  Atmosphäre ­
  flüchtig  ist.
Dieses  Email  ist  auch  härter  als  die  chinesische  Glasur,  aber
diese  Bedingring  ist  auch  unerlässlich,  wenn  man  nicht  dem  Entstehen ­
  von  Rissen  ausgesetzt  sein  will.  Man  muss  sogar,  um  diesen
Uebelstand  leichter  zu  vermeiden,  die  Thoumasse  anders  zusammenmischen, ­
  indem  man  sie  leichter  schmelzbar,  also  ihre  Zusammensetzung ­
  mehr  jener  des  chinesischen  Porzellans  ähnlich  macht.
Die  folgende  Masse  liefert  gute  Resultate:
Gewöhnliche  Masse  von  Sevres  ...  80
Glasur-Fel  dspath  20
100
Die  gewöhnliche  Porzellan-Masse  eignet  sich  nicht  für  roth  zu
färbende  Gegenstände;  das  Reductionsfeuer,  die  nothwendige  Bedingung, ­
  um  die  Färbung  des  Kupfers  als  Oxydul  zu  entwickeln  und
zu  erhalten,  gestattet  nicht,  dem  Feuer  vollen  Zug  zu  geben,  und
bei  geringerer  Hitze  wird  die  gewöhnliche  Masse  nur  schwer  fertig
gebrannt.  Versucht  man,  sie  durchsichtig  zu  machen,  so  zerstört  man
die  rothe  Farbe,  und  bei  zu  grosser  Hitze  fliesst  und  verrückt  sich
selbst  die  nach  Salvetat’s  Angabe  härter  gemachte  Glasur.
Es  ist  gelungen  durch  einfaches  Verengen  des  Kamins  an
einem  kleinen  Ofen  rothe  mit  weicher  Masse  hergestellte  Stücke  zu
erhalten.  Die  Glasur  springt  nicht,  was  selbst  bei  chinesischen
Fabrikaten  selten  ist.
Blau  für  hartes  Porzellan.
Das  Blau  von  Sevres  ist  ebenfalls  ein  echtes  Email,  welches
einen  grösseren  Hitzegrad  verlangt  als  die  eben  abgehandelten  Farben.
Das  Kobaltoxyd  ist  hier  gelöst.
Folgendes  ist  das  einfachste  Verfahren,  um  es  zu  erhalten.
Es  ist  dasselbe,  welches  Salvetat  beim  Sevres-Porzellan  in  Anwendung ­
  bringt.
Seit  1846  wurde  zu  dieser  Färbung  immer  Kobaltoxyd  aus
Birmingham  benützt.  Der  Reinheit  und  des  Färbungsvermögens
dieses  Oxydes  wegen  war  es  nothwendig,  das  früher  angenommene
Mischungsverhältniss  zu  modificiren.
            
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