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MAK

Full text : Ueber Decoration von Thonwaaren und Emaillage

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Der  Unterschied  zwischen  den  beiden  Gattungen  liegt  oft  nur.
in  der  mechanischen  Zubereitung,  welcher  mau  die  rohe  Farbe  unterzieht, ­
  um  sie  zum  Aufträgen  auf  das  zu  verzierende  Stück  geeignet
zu  machen.
In  anderen  Fällen  fügt  man,  während  die  rohe  Farbe  gerieben
wird,  Bleiweis  zu,  wenn  man  sie  leichtflüssiger  machen  will,  oder
Sand,  wenn  man  sie  zu  leichtflüssig  findet.
Im  ersteren  Falle  muss  die  Zusammensetzung  der  zubereiteten
Farbe  genau  jene  der  rohen  sein.  Ebelmen  und  Salvetat  haben
diese  zwei  Gattungen  von  Farben  gleichzeitig  analysirt.  Die  Resultate
dieser  Arbeit  können  hier  nicht  Platz  finden,  es  sei  in  dieser  Hinsicht
auf  Eb  elm  en  's  „Recueil  des  traveaux  scientifiques“  1.  Theil,  Seite  377
verwiesen.
Alle  Farben,  deren  sich  die  Chinesen  zum  Malen  von  Porzellan-Waaren
  bedienen,  zeigen,  welches  auch  immer  ihr  Ursprung  sei,  eine
grosse  Einfachheit  und  allgemeine  Anwendbarkeit.
Das  Flussmittel,  in  der  Farbe  nicht  unterschieden,  besteht
immer  aus  Kieselsäure  und  Bleioxyd  in  wenig  schwankendem  Verhältnisse, ­
  nebst  einer  grösseren  oder  geringeren  Menge  von  Alkalien
(Natron  oder  Kali).  Das  Flussmittel  enthält  nur  einige  Procente
von  färbenden  Oxyden  als  kieselsaure  Verbindungen  gelöst.  Die  Zahl
dieser  Oxyde  ist  sehr  beschränkt.
Die  färbenden  Substanzen  sind:  Kupferoxyd  für  Grün  und  Biaugrün,
  Gold  für  Roth,  Kobalt  für  Blau,  Antimonoxyd  für  Gelb,
arsenige  Säure  und  Zinnsäure  für  Weiss,  manchmal  wohl  auch  phosphorsaurer ­
  Kalk.
Eine  Ausnahme  machen  nur  die  Eisen-  und  unreinen  Mangan-Oxyde,
  die  einen  für  Roth,  die  anderen  für  Schwarz,  und  zwar  wohl
desshalb,  weil  es  nicht  möglich  ist,  diese  Farben  mittelst  der  genannten ­
  Oxyde  auf  dem  Wege  der  Lösung  zu  erhalten.  Diese  Stoffe
gehen  dann  in  die  Clas=e  der  Farben  im  eigentlichen  Sinne  des
Wortes  über.
Die  besondere  Zusammensetzung  der  chinesischen  Farben  verleiht ­
  den  damit  hergestellten  Verzierungen  ein  ganz  eigenthümliches
Aussehen  und  es  ist  hierin  der  Grund  zu  suchen,  warum  die
chinesischen  und  japanesisehen  Malereien  so  sehr  von  allen  anderen
verschieden  sind.
Einige  Farben  lassen  sich  so,  wie  sie  im  Handel  Vorkommen,
verwenden,  andere  müssen  einen  durch  die  Erfahrung  bestimmten
Zusatz  erhalten,  um  verwendbar  zu  werden.  Auf  diese  Weise
können  sie  sich  dann  bei  einer  bestimmten  Temperatur  entwickeln.
Unter  der  aus  Canton  herübergebrachten  Sammlung  befindet  sich
eine  vollständig  präparirte  Palette,  die  man  von  dem  Tische  eines  chine-
            
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