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Full text : Ueber Decoration von Thonwaaren und Emaillage

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Farben.
Mit  dem  Namen  „Farbe“  sollen  hier  jene  verglasbaren,  in  der
Thonwaaren-Malerei  verwendeten  Massen  bezeichnet  werden  welche
“”—«1  enthalten,  da.,  dadurch  da.  Haft»  der  Prire  «  .
der  Glasur  (Erdglasur,  bleihaltige  Glasur  oder  Email)  bewirkt  ')>  d
sie  müssen  nach  dem  Brennen  der  Farbe  e  neu  Glanz  verleihen,
welcher  dem  eines  gefirnissten  Oelbildes  ähnlich  ist.
Das,  was  über  die  Eigenschaften  der  Oxyde,  Enge  en  um
Emails  gesagt  wurde,  gilt  auch  in  vollem  Mause  für  die  1-  arben,  wenn
dieselben  guter  Beschaffenheit  sein  sollen.  Es  mögen  daher  die
meisten  dieser  Eigenschaften  hier  nur  kurz  besprochen  werden
Alle  Farben  müssen  unbedingt  einige  allgemeine  Eigenschaften
iu  8ic h  vereinigen,  wenn  sie  ihrem  Zwecke  entsprechen  sollen;  sie
müssen.  be .  bestiminten  Temperaturen  schmelzen,  ohne  sich  dabei  zu
zersetzen;  die  Anwendung  von  flüchtigen  oder  organischen  Färb  ,n
ist  demnach  entschieden  unzulässig}  •  u  •  .
2  vorzüglich  haften  an  den  Körpern,  an  denen  man  sie  anbringt,
die  chemische  Natur  der  letzteren  muss  man  genau  kennen,  um  eine
etwaige  Einwirkung  auf  die  Farbe  in  Betracht  zu  ziehen  ,
fe 3  im  Allgemeinen  nach  dem  Brennen  ein  glänzendes  Aussehen
haben;  man  hat  allerdings  ausnahmsweise  zu  manchen  Zeiten  auc  i
““  durch  Wasser,  sowie  durch  hock.«  und
leuchte  Luft,.^  ;hres  Ausdehnungsvermögei,s  mit  der  Oberfläche
  in  Einklang  stehen,  die  sie  bedecken.
Gute  Farben  müssen  überdies  mehrere  besondere  Eigenschaften
besitzen,  sie  müssen  z.  B.  stets  leichter  schmelzen,  als  die  Grundlage,
auf  die  sie  aufgetragen  werden.  Bisweilen  ist  der  Unterschied  in
der  Schmelzbarkeit  der  Glasur  und  der  Farbe  sehr  beträchtlich  w
beim  harten  Porzellan,  bisweilen  ist  er  dagegen  verschwindend  klein,
ivie  bei  den  Farben,  die  für  weiches  Porzellan  und  Fayence  in  Anwendung ­
  sind.  Dies  ist  ein  entschiedener  Vortheil,  denn  die  Farbe
durch  dringt  die  Glasur  und  vereinigt  sich,  so  zu  sagen,  mit  deise  ,
ohne  dass  dabei  die  Gefahr  des  Abblätterns  vorhanden  wäre.
Die  Härte  der  Farben  ändert  sich  mit  ihrer  Zusammensetzung,
man  soll  ihnen  immer  einen  solchen  Grad  von  Härte  crthe.len,  dass
sie  durch  die  Reibung  mit  den  Körpern,  mit  denen  sie  zusammen
kommen  nicht  leiden.  Was  ihre  Widerstandsfähigkeit  gegen  die
Einwirkung  chemischer  Agentien  anbelangt,  so  dürfen  sie  durch  die
Substanzen,  mit  denen  sie  für  gewöhnlich  in  Berührung  kommen,
nicht  angegriffen  werden  ;  dahin  gehören  z.  B.  vegetabilische  Samen,
            
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