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Man hat dabei Folgendes zu beachten: Die drei Substanzen,
aus denen das Flussmittel bereitet wird, mischt man sorgfältig und
schmilzt in einem gutziehenden Ofen; die Masse schmilzt zu einem
grünlich-gelben Glase, wenn das angewandte Minium oder die Bleiglätte
nur Spuren von Kupfer enthielten. Man erhält ein Borosilicat
des Bleies und Natriums.
In manchen Fabriken schmilzt man diese Mischung von Sand,
Minium und Borax in einem Schmelztiegel, den man während eines
ganzen Brandes in der obersten Etage des Porzellanofens lässt; der
Tiegel wird nach dem Auskühlen zerschlagen und die Masse
des Flussmittels losgelöst. Diese Methode ist nicht zu empfehlen.
Unter dem andauernden Einflüsse der Hitze und der feuchten und
reducirenden Gase verliert das Flussmittel Bleioxyd und wird schweischmelzbar;
auch durch die Einwirkung der Tiegelmasse, indem sieh
Kieselsäure und Thon erde in dem Flussmittel auflöst, wird dasselbe
strengflüssiger. Es ist besser, die Schmelzung rasch auszuführen,
wodurch die Masse die ihr eigenthümliche Zusammensetzung und
Schmelzbarkeit behält; man giesst, wenn die Masse geschmolzen ist,
sofort auf eine Metallplatte aus.
Flussmittel Nr. 2. Man schmilzt unter Beobehtung derselben
Vorsiehtsmassregeln, welche für Nr. 1 gelten, dieselben Stoffe
in demselben Verhältnisse; kann jedoch hier das Zerkleinern der
geschmolzenen und erkalteten Masse in einem eisernen Mörser vornehmen.
Flussmittel Nr. 3. Dient für Carmin. Man schmilzt folgende
Mischung:
Borax 500
Sand 300
Minium 100
Man giesst nicht aus, sondern entfernt die Masse nach dem
Auskühlen mit einem Meissei aus dem Tiegel; die geschmolzene
Masse ist weisslich opalisirend.
Flussmittel Nr. 4. Für Purpur. Man schmilzt die folgende
Mischung und entfernt nach dem Schmelzen aus dem Tiegel, wie
bei Nr. 3.
Borax 600
Sand 400
Minium 100
Flussmittel Nr. 5. Für Violett. Man schmilzt die folgenden
Substanzen im zerkleinerten Zustande:
Sand 100
Minium 400
krystallisirte Borsäure 400
Das daraus gewonnene Glas ist sehr leicht schmelzbar.