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MAK

Full text : Ueber Decoration von Thonwaaren und Emaillage

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dieses  dunkler  ausfällt,  als  man  wünscht;  es  bringt  in  die  Mischung
nur  den  ihm  eigenen  Farbenton,  der  sich  durch  das  Brennen  nicht
ändert.
Vom  Standpunkte'  der  Bereitung  angesehen,  ist  diese  Farbe
leicht  und  stets  in  derselben  Nuance  herzustellen.  Platinpulver  erhält
man  leicht,  indem  man  eine  Lösung  von  Platinchlorid  mit  Uebersehuss
  von  Salmiak  fällt  und  den  Niederschlag  so  lange  glüht,  bis
keine  Dämpfe  mehr  entweichen.  Man  erhält  auf  diese  Art  das  Platin
als  feines,  graues,  leicht  zerreibliches  Pulver,  das  man  unmittelbar  in
dem  oben  angegebenen  Verhältnisse  mit  dem  Flussmittel  mischen  kann.
Das  Platin  ist  nicht  das  einzige  Metall,  welches,  auf  diese  Art
angewendet,  brauchbare  Farben  liefert.
Alle  Metalle,  welche  mit  dem  Platin  in  seinen  Erzen  gewöhnlich ­
  Vorkommen,  können  in  feiner  Vertheilung  ebenso  gebraucht
werden  und  haben  die  gleichen  Vorzüge  vor  jenen  grauen  Farben,
welche  durch  Kobalt  oder  Eisen  hergestellt  wurden.
Versuche,  welche  mit  Palladium  und  Ruthenium  angestellt
wurden,  haben  ergeben,  dass  das  Palladium  ein  blasses  Grau,  das
Ruthenium  ein  mehr  rot.hes  Grau,  als  das  mit  Platin  dargestellte, ­
  gibt.
Schon  vor  längerer  Zeit  hat  F  rick  angegeben,  dass  das  Iridiumsesquioxyd
  ein  besseres  Schwarz  liefert,  als  man  auf  irgend  eine
andere  Art  erhalten  kann;  Malaguti  hat  die  Angaben  F  r  i  c  k’s  bestätigt. ­
  L.  Robert  stellte  eine  kleine  Quantität  davon  dar  und  Salvetat ­
  übergab  1845  einige  100  Gramm  Iridiumgrau,  um  dessen
Brauchbarkeit  praktisch  zu  erproben.
Das  Platingrau  kann  mit  Vortheil  das  letztere  ersetzen,  sein
Preis  ist  geringer,  die  Farben-Nüanee  ist  schön  und  die  Bereitung
einfacher.  Es  hat  auch  viel  mehr  Eingang  gefunden,  und  seit  ungefähr
10  Jahren,  seit  welcher  Zeit  man  davon  Anwendung  macht,  hat  man
Gelegenheit  gehabt,  sich  von  dem  wahren  Werthe  zu  überzeugen  ;  es
ist  auch  unter  die  zu  Sevres  gebrauchten  Farben  aufgenommen
worden.
Schwarz.  Man  erhält  sie  durch  Mischen  von  Eisenoxyd  und
Kobaltoxyd  allein  oder  in  Verbindung  mit  Manganoxyd,  Zinkoxyd
oder  Kupferoxyd.
Schwarz  Nr.  1.  Man  löst  einerseits  400  Grm.  Eisen  und
andererseits  400  Grm.  Kobaltoxyd  in  Salzsäure  und  mischt  beide
Lösungen,  fällt  mit  kohlensaurem  Natron  und  wäscht  den  Niederschlag
lange  sorgfältig  aus,  wenn  er  ganz  braun  geworden  ist,  wird  er  getrocknet
gepulvert,  mit  dem  doppelten  Gewichte  Salz  gemischt  und  auf  einem
Herde  calcinirt.  Man  wäscht  darauf  mit  kochendem  Wasser,  man
trocknet  und  glüht  bei  starkem  Feuer.  Dem  so  bereiteten  schwarzen
Oxyd  mischt  man  bei:
            
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