Ueberwachung der Uebersetzung, und so kam durch das gemeinsame
Zusammenwirken der Herren Prof. I)r. Ludwig und
Otto Edlen y. Bauer dieses Büchlein zu Stande. Hoffentlich
wird in der guten Aufnahme desselben für das Oesterr. Museum
ein Sporn liegen, weitere ähnliche Publicationen folgen zu lassen.
Was nun die Bedeutung des Namens Salvetat betrifft,
so ist nicht nöthig, darüber viel Worte zu machen. Louis
Alphonse Salve tat, geh. 17. März 1820 in Paris, reiht unter
den Autoritäten ersten Ranges auf dem Gebiete der ceramischen
Chemie, welche er, hervorgegangen aus der Schule von
Dumas und Brogniart, schon im Jahre 1845 an der Ecole
Centrale des Arts et Manufactures lehrte. Eine Frucht jener
Vorträge waren die „Legons de Cdramique”, die im Jahre 1857
in Paris in zwei Bänden erschienen sind. Seit langen Jahren
steht Hr. Salve tat an der Spitze des chemischen Laboratoriums
der Staats-Porzellaufabrik zu Sevres, in welcher auch
eine eigene Emaillir-Anstalt errichtet wurde.
Die Ergebnisse langjähriger Erfahrungen und wissenschaftlicher
Untersuchungen sind also in den beiden Abhandlungen
niedergelegt, die hier zum erstenmale in deutscher
Sprache mitgetheilt werden. Möchten sie auf fruchtbaren
Boden fallen.
Wien, 10. Februar 1871.
B,. v. Eitelberger,
Direotor des k. k. Oesterr. Museums.