Man mischt sodann und zwar für:
Flussmittel Nr. 1
Email Nr. 2
Gelb a
Gelb b . . .
Gelb c . . .
blassgelb
»
100
100
gelb dunkelgelb
100 100
n n
r> n
100
» 125
Biaun Nr. 7. Man schattirt die vorhergehenden Farben, indem
man auf der Palette Mischungen von Neapelgelb b und Dunkelblau
herstellt, und zwar in dem Verhältniss von 1, 2, 3, 4 Theilen Gelb
auf 1 Thed Blau. Gute braune Farben erhält man auch durch
Mischung von 1, 2 oder 3 Theilen Gelb b mit 1 Theil Schwarz Nr. 3.
Man stellt mit der Farbe zwei oder drei Versuche an, indem
man verschieden dicke Schichten derselben unter Anwendung verschiedener
Zeitdauer und Intensität des Feuers in getrennten Muffeln
versucht. Wird die Farbe für gut befunden, so wird sie für die
endgiltige Anwendung vorbereitet; man reiht dieselbe zunächst, ob
sie nun für hartes oder weiches Porzellan, oder für Fayence gebraucht
wird.
Das Reiben der Farben. Die Farbe kann nur im Zustande
eines äusserst feinen, unfühlbaren Pulvers angewendet werden. Man
reibt in Mörsern aus Biscuitporzellan nur kleine Portionen auf einmal.
Dmse Mörser müssen sehr rein gehalten und womöglich nur immer
für dieselbe Farbe verwendet werden. Man zerstösst die Masse mit
dem Pistill, während man den Mörser mit einem Tuche umhüllt, damit
nicht Stücke herumspritzen. Das feine Pulver wird abgesiebt und
aufbewahrt, das gröbere, auf dem Siebe zurückbleibende wird wieder
in dem Mörser gestossen. Man könnte ebenso gut gläserne Mörser
verwenden, allein sie würden leicht zerbrechen, wiewohl sie den Vortheil
hätten, dass sie die Farbe nicht verändern.
Nach dem Zerstossen kommen die Farben auf Mühlen, welche
ähnliche Bestandtheile haben, wie die Mühlen zum Mahlen der Porzellanmasse.
Ein Gefäss nimmt die zu zerreibende Masse auf und
bildet zugleich die Unterlage, auf der dieselbe durch den Läufer
zerrieben wird. Der Boden der Unterlage steigt gegen das Centrum
zu schwach an, so dass eine ringförmige Rinne vorhanden ist, in der
sich die zu zerreibende Masse ansammelt, in welche die Keule passt,
deren Basis schwach concav erscheint. Durch einen doppelten Ausschnitt
werden die einzelnen Theilchen der Masse gleichförmig unter
die Keule gebracht.
An dem oberen Theile ist eine Holzscheibe befestigt, durch
welche in entsprechender Weise mittelst einer Maschine die Mühle
in Verbindung gesetzt werden kann. Wie hart auch das Materiale
sein mag, aus dem die Mühle gefertigt ist, es wird sich immer ab-