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wie man es als weissen, schwach gelblichen Niederschlag erhält, wenn
inan eine durch Salpetersäure bereitete Auflösung von Wismuth durch
Zusatz von Wasser fällt. Die Fällung des Wismuthniederschlages
durch kohlensaures Kali zu bewirken, ist unstatthaft, weil dadurch
leicht die Oxyde des Nickels und Kupfers gefällt würden, welche
letzteren im metallischen Wismuth häufig als Verunreinigung Vorkommen
; wenn aber nur einige Tausendstel Kupfer in dem Niederschlage
enthalten sind, so erhält man bei dessen Verwendung niemals
ein schönes Mattgold. Zu der Wismutliverbindung mischt man l /,
geschmolzenen Borax und mengt je nach Umständen 1 Theil Gold
mit ’/ )2 bis 7, 5 des Flussmittels.
Zum Vergolden des harten Porzellans kommt das eben erwähnte
Flussmittel in Anwendung; bei weichem Porzellan macht man einen
Zusatz von borsaurem Blei, welches man durch Fällen erhält.
Man weiss aus Erfahrung, dass sich das Gold nur dann gut
auftragen lässt, wenn dasselbe, mit dem ätherischen Oele gemischt,
längere Zeit auf der Glasplatte stehen gelassen wurde, bevor man
es aufträgt; es schmilzt dann viel leichter und gibt ein prächtigeres
Mattgold, als wenn man cs direct nach dem Reiben aufträgt. Man
muss das Gold mit wenig dickem Oele anreiben, weil es sonst ein
unansehnliches, verwaschenes Aussehen bekommt.
Um Gold zu ersparen, ohne seine Dauerhaftigkeit zu beeinträchtigen,
hat man verschiedene Methoden vorgeschlagen. Rousseau
gibt eine Platinunterlage, auf welche er einen äusserst zarten Hauch
von Gold bringt. Diese Methode gibt eine solide Vergoldung, deren
Ansehen jedoch beim Gebrauche verliert. Die Farbe des Goldes
wird durch das Platin modificirt, welches mit der Zeit, wenn das
Gold abgerieben ist, zum Vorscheine kommt.
Das Verfahren von Grenon besteht in der Anwendung von
zwei Goldschichten übereinander, deren jede ein anderes Flussmittel
in verschiedenen Verhältnissen enthält. Die erste Schichte wird bei
einer sehr hohen Temperatur eingebrannt, man polirt sie und trägt
sodann eine ganz dünne Schichte von durch Quecksilbersalz gefälltem
Gold (Or au mercure) auf, welche wie gewöhnlich bereitet und gebrannt
wird. Diese Vergoldung lässt sich gut poliren und nimmt
einen schönen Glanz an. Erfahrungen, die man zu Sevres gemacht
hat, haben constaftirt, dass diese Vergoldung der Reibung harter Körper
widersteht, wodurch gewöhnliche Vergoldung stark beschädigt wird.
Bei der Vergoldung nach Grenon braucht man 0.415 Gramm
Gold, um 1 Dutzend Teller mit linienbreiten Rändern zu versehen.
Der Preis eines Dutzend solcher Teller erhöht sich dadurch um
6 Francs.
Bei der Pariser Vergoldung verwendet man nur 0.212 Gramm
Gold per Dutzend Teller, sie geschieht mittelst Gold au mercure
und kommt auf 4 Francs zu stehen. Der höhere Preis bei der Ver-