Antimon, Zinn, Uran, Zink, Kobalt, Chrom, Kupfer,
Eisen, Nickel, Mangan u s. w., bisweilen auch Gold, um schöne
Muschelfarben und Regenbogenfarben zu erzielen.
Man stellt die Farben auf folgende Weise dar:
1. Gelbe Farbe. Man schmilzt in einer Schale auf dem
Sandbade 30 Theile Colophonium, setzt 40 Theile salpetersaures
Uran zu und, um die Mischung zu erleichtern, 30 bis 40 Theile
Lavendelöl; wenn die Masse durch Umrühren ziemlich homogen
geworden ist, entfernt man vom Feuer und giebt noch 30 bis 35
Theile Lavendelöl zu. Diese Mischung, in Verbindung mit gleichen
Theilen Wismuth-Flussmittel, wird mit dem Pinsel aufgetragen und
giebt nach dem Brennen ein brillantes Gelb.
2. Orange-Roth. Man schmilzt 15 Theile Colophonium
und setzt gleichzeitig 15 Theile salpetersaures Eisen und 18 Theile
Lavendelöl zu; die Zusätze geschehen nach und nach unter beständigem
Umrühren, um eine homogene Masse zu erhalten; man nimmt
vom Feuer weg und, wenn etwas erkaltet ist, werden weitere 20 Theile
Lavendelöl zugesetzt. Die Farbe wird mit */ 3 bis 2 / 5 seines Gewichtes
Flussmittel vermischt und giebt nach dem Brennen Orangeroth
oder Nanquingelb, oder Zwischenstufen, je nach der Menge des zugesetzten
Flussmittels.
3. Gold-Imitation. Wird dargestellt durch Mischung der
beiden Vorhergehenden, indem man 2 oder 3 Theile des Uranpräparates
auf 1 Theil des Eisenpräparates nimmt. Nach dem Brennen
erhält man den verschiedenen Farbentönen des polirten Goldes ähnliche
Färbungen.
4. Regenbogen-Farben. Man verwendet entweder Knallgold
oder Cyangold-Cyanquecksilber, oder Jodgold oder Goldtinctur.
Die goldhaltigen Substanzen werden auf Glas mit Terpentinöl zu
einem Teig abgerieben, den man trocknen lässt, um ihn dann neuerdings
mit Lavendelöl anzureiben; ist dies geschehen, so setzt man
auf 1 Theil des goldhaltigen Productes 1, 2, 3 bis 10 Theile des
Wismuth-Flussmittels zu. Man trägt mit dem Pinsel auf die gemalten
und bereits gebrannten Gegenstände auf und überzieht mit Uranlösung
; man erhält dadurch mehr oder weniger dunkle oder vielfarbige
Töne.
Alle diese Präparate lassen sich sehr gut mischen und übereinander
auftragen.
Was die rein weisse Perlmutter-Farbe betrifft, so erhält man
dieselbe durch Vermischen der Wismuth- und Blei-Flussmittel, manchmal
gibt man noch Chlorantimon mit Harz zu.
Das Lavendelöl kann durch jedes andere Oel ersetzt werden,
welches in der Mischung keinen Niederschlag erzeugt, ebenso kann
man statt Colophonium irgend ein anderes Harz anwenden.