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Hingegen sind die von den Chinesen benützten Farben grösstentheils
wirkliches Email.
Das ganz verschiedene Aussehen dieser zwei Arten von Porzellan
erklärt sich eben aus der Verschiedenheit der bei ihrer Verzierung
angewandten Mittel.
In allen Fällen, welches Metall auch immer emaillirt werden soll,
wird dasselbe mit einer Schichte von glasartiger Substanz überzogen,
welche es vor Oxydation bewahrt. Das Email wird am besten auf
beiden Seiten, oben und unten aufgetragen, um das Ablösen des
Metalls und das Abspringen der oberen Emailschichte zu vermeiden.
Kommt die untere Emailschichte nach Innen zu liegen und erhält
sie dadurch eine concave Form, so nennt man sie Gegen-Email
(contre-email).
Will man Malereien auf emaillirtem Metall unter dem Flussmittel
oder Folien herstellen, so bedeckt man die glasige Materie mit einer
Lage von Weiss. Diese Lage hat nun eine gleichförmige und constante
Zusammensetzung; nicht so die erste Schichte, welche unmittelbar auf
dem Metall aufliegt. Dieselbe richtet sich natürlich nach dem zu
emaillirenden Email und Salvetat hat die von den ersten Email-Arbeitern
in Paris angewendeten Materialien analysirt. Die Analyse der
Flussmittel zur Emaillirung auf Silber und Gold hat ergeben:
Verlust im Feuer 0.30 0.10
Kieselsäure 48.10 53.60
Bleioxyd 38.25 31.16
Kupferoxyd 0.32 Spuren
Eisenoxyd 0.25 0.40
Manganoxyd 0.00 0.00
Thonerde 0.14 0.54
Kalk 0.60 0.26
Magnesia Spuren Spuren
Alkalien 12.04 12.31
Man begreift, dass Kali und Natron Glasflüsse geben, die sich
den Metallen gegenüber sehr verschieden verhalten. Die Versuche haben
noch nicht festgestellt, welche Wahl man zu treffen hat und die von
den Praktikern beobachteten Gewichts Verhältnisse werden noeh geheim
gehalten.
Wir wollen als Beispiel das Emailliren von Eisenblech und Guss
zur Herstelluug von Malereien unter Flussmittel betrachten, um besonders
jene Punkte hervorzuheben, welche natürlich auch für das Emailliren
von Kupfer und Gold Giltigkeit haben.
Bei Malereien auf der Paste wird diese letztere auf das Flussmittel
gesetzt und durch später zu besprechende Mittel darauf ausgebreitet.
Diese Paste wird so wie man sie wünscht, nur in Venedig bereitet.
Sie ist nicht vollständig weiss, sondern hat einen ockerartigen,