schwach-grünlichen Stich; das Weiss hebt sich davon deutlich ab und
bildet gewissermassen aufgesetzte Lichter.
Emaillirung auf Eisen. Malerei unter dem Flussmittel.
Eisen wird in Sevres erst seit einigen Jahren einaillirt. Die ersten
Versuche wurden 1849 gemacht, also lange Zeit, nachdem man Kupfer
emaillirte, womit man sich schon 1846 beschäftigte. Die erste Idee zu
dieser Art von Erzeugnissen wurde 1849 während der französischen
Industrie-Ausstellung dadurch angeregt, dass die Fabrik der Gebrüder
Jaquemin in Morey emaillirte Eisenblech-Platten in den Handel brachte.
Ebelmen dachte, dass es ungleich leichter sein müsse, auf emaillirtem
Eisen Tafeln von grösseren Dimensionen zu erhalten, als auf
Kupfer, welches so leicht seine Form verändert, und dass man auf
diesem Wege mehr Aussicht habe, Erfolge zu erzielen, die *ieh hei
monumentalen Ausschmückungen anwenden Hessen. Auf dieses Ziel
hin waren nun alle Anstrengungen gerichtet.
Versuche, welche mit Platten von geringeren Dimensionen angestellt
wurden, lieferten so befriedigende Resultate, dass man eine
baldige Lösung des Problems hoffen durfte.
Ein Ceres-Kopf gab Grund zu den besten Hoffnungen, und man
ging sofort daran, Platten von grösseren Dimensionen zu decoriren.
Als erste wirkliche Arbeit muss man einen Raphael-Kopf betrachten,
der, mit ornamentalen Einfassungen umgeben, auf einer Platte hergestellt
wurde, welche 0.32 Meter breit und 0.40 Meter hoch war.
Wir wollen die Mittel angeben, welche man hiebei in Anwendung
brachte.
Man hat auf eine weiss emaillirte, von Jaquemin gelieferte
Platte, die also schon öfter, etwa viermal, im Feuer war, nämlich
zweimal wegen des Flussmittels, und zweimal wegen der weissen
Farbe, zunächst zwei Schichten schwarz aufgetragen, dann das Bild
in Grau ausgeführt und hierauf colorirt. Man hat also den Gegenstand
nach und nach zu wiederholtenmalen im Feuer gehabt ; wir
wollen das Nähere darüber als Beispiel anführen.
A. Vorbereitung der Platte.
Erste Lage Schwarz . . . . 1. Feuer.
Zweite Lage Schwarz ... 2. „
B. Herstellung der Zeichnung in Grau.
Auf das Schwarz zeichnet man den Umriss, dann setzt man
Weiss auf, um die lichten Stellen zu erhalten; diese graue Zeichnung
muss dreimal gebrannt werden.
Erste Lage von Weiss . . . 3. Feuer.
Zweite » n „ 4. «
Dritte ,i n „ . . . 5. n