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Full text : Ueber Decoration von Thonwaaren und Emaillage

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D.  Retouchirung  in  Schwarz  auf  Goldgrund.
Man  fixirt  durch  diesen  letzten  Brand  die  Verzierungen,  welche
sich  vom  Goldgründe  abheben  sollen  ...  7.  Feuer.
Es  sind  also  wieder  13  Brände  erforderlich,  um  den  Gegenstand ­
  auszufertigen.
Alle  Uebelstände,  welche  bei  diesem  wiederholten  Brennen
Vorkommen  können,  rühren  viel  öfter  von  der  schlechten  Beschaffenheit ­
  der  Glasmasse  her,  welche  zwischen  dem  Metall  und  der  Malerei
liegt,  als  von  irgend  etwas  anderem.  Der  grösste  Uebelst.and  bei
dieser  Fabrikation  ist  die  unmittelbare  Verwendung  von  Platten,  wie
sie  im  Handel  Vorkommen.
Um  sich  von  solchen  Uebelständen  zu  befreien,  scheint  es
empfehlenswert!)  zu  sein,  die  Bleche,  deren  man  bedarf,  selbst  zu
präpariren,  wodurch  man  sich  von  Fremden  unabhängig  macht,  die
leicht  durch  Nachlässigkeit  oder  aus  andern  Gründen  ein  an  und  für
sich  kostbares  Product  schädigen  können.
Es  folgen  hier  die  Resultate  von  Salvetat’s  Versuchen  über  die
beste  Zusammensetzung  der  Emails,  die  unmittelbar  auf  das  Metall
kommen.  Zu  Sevres  wurden  die  Versuche  in  einem  kleinen  Ofen
gemacht,  in  dem  man  auf  einmal  1.500  Grm.  schmelzen  konnte.  Diese
Andeutung  ist  von  Wichtigkeit.  Durch  Arbeiten  mit  kleinen  Mengen
gelangt  man  dahin,  mit  Sicherheit  ein  normal  zusammengesetztes
Product  zu  erhalten.  Das  Schmelzen  erfolgt  rasch.
Die  Analysen  wurden  so  angestellt,  dass  man  die  Bestandteile
mit  Ausnahme  der  Borsäure  direct  wog.
Aus  der  ersten  Aufschliessung  mit  kohlensaurem  Natron  wurden
bestimmt:  Kieselsäure,  Bleioxyd  und  Eisenoxyd;  aus  einer  zweiten
Aufschliessung:  Bleioxyd,  Kalk,  Magnesia  und  die  Alkalien;  die
Differenz  ergab  die  Borsäure.  Diese  Methode  liefert  genügend  gute
Resultate;  die  Borsäure  wird  etwas  zu  hoch  gefunden  in  Folge  des
Verlustes  bei  den  einzelnen  Bestimmungen;  dieser  Fehler  kommt
indessen  bei  der  Bereitung  wenig  in  Betracht,  weil  sich  ohnedies
beim  Schmelzen  immer  etwas  Borsäure  verflüchtigt.
Folgende  Emailsorten  wurden  der  Analyse  unterworfen:
1.  Email  von  den  emaillirten  Platten  von  Jaquemin.
2.  Email  für  Eisen,  in  sehr  guter  Qualität  von  Paris  bereitet,
3.  Email  für  Eisen  (Päris).
4.  Email  für  Eisen.  Angewendet  zur  Emaillirung  von  sehr
grossen  Blechplatten  für  Figuren.  Dieses  Flussmittel,  in  grossen
Stücken  abgebrochen,  zeigte  im  Innern  grosse  Körner  von  metallischem
Blei  eingeschlossen.
5.  Ungefärbtes  Fmail  für  Eisen,  entnommen  den  ersten  emaillirten ­
  Geräthcn,  welche  Japy  an  Ebelmen  eingesendet  hatte.
            
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