78
D. Retouchirung in Schwarz auf Goldgrund.
Man fixirt durch diesen letzten Brand die Verzierungen, welche
sich vom Goldgründe abheben sollen ... 7. Feuer.
Es sind also wieder 13 Brände erforderlich, um den Gegenstand
auszufertigen.
Alle Uebelstände, welche bei diesem wiederholten Brennen
Vorkommen können, rühren viel öfter von der schlechten Beschaffenheit
der Glasmasse her, welche zwischen dem Metall und der Malerei
liegt, als von irgend etwas anderem. Der grösste Uebelst.and bei
dieser Fabrikation ist die unmittelbare Verwendung von Platten, wie
sie im Handel Vorkommen.
Um sich von solchen Uebelständen zu befreien, scheint es
empfehlenswert!) zu sein, die Bleche, deren man bedarf, selbst zu
präpariren, wodurch man sich von Fremden unabhängig macht, die
leicht durch Nachlässigkeit oder aus andern Gründen ein an und für
sich kostbares Product schädigen können.
Es folgen hier die Resultate von Salvetat’s Versuchen über die
beste Zusammensetzung der Emails, die unmittelbar auf das Metall
kommen. Zu Sevres wurden die Versuche in einem kleinen Ofen
gemacht, in dem man auf einmal 1.500 Grm. schmelzen konnte. Diese
Andeutung ist von Wichtigkeit. Durch Arbeiten mit kleinen Mengen
gelangt man dahin, mit Sicherheit ein normal zusammengesetztes
Product zu erhalten. Das Schmelzen erfolgt rasch.
Die Analysen wurden so angestellt, dass man die Bestandteile
mit Ausnahme der Borsäure direct wog.
Aus der ersten Aufschliessung mit kohlensaurem Natron wurden
bestimmt: Kieselsäure, Bleioxyd und Eisenoxyd; aus einer zweiten
Aufschliessung: Bleioxyd, Kalk, Magnesia und die Alkalien; die
Differenz ergab die Borsäure. Diese Methode liefert genügend gute
Resultate; die Borsäure wird etwas zu hoch gefunden in Folge des
Verlustes bei den einzelnen Bestimmungen; dieser Fehler kommt
indessen bei der Bereitung wenig in Betracht, weil sich ohnedies
beim Schmelzen immer etwas Borsäure verflüchtigt.
Folgende Emailsorten wurden der Analyse unterworfen:
1. Email von den emaillirten Platten von Jaquemin.
2. Email für Eisen, in sehr guter Qualität von Paris bereitet,
3. Email für Eisen (Päris).
4. Email für Eisen. Angewendet zur Emaillirung von sehr
grossen Blechplatten für Figuren. Dieses Flussmittel, in grossen
Stücken abgebrochen, zeigte im Innern grosse Körner von metallischem
Blei eingeschlossen.
5. Ungefärbtes Fmail für Eisen, entnommen den ersten emaillirten
Geräthcn, welche Japy an Ebelmen eingesendet hatte.