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MAK

Full text : Ueber Decoration von Thonwaaren und Emaillage

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Das  Email  für  Eisen  von  Japy  ist  viel  weniger  bleihaltig,  als
dasjenige,  welches  Paris  nach  Sevres  gesandt  hat.  Dieses  letztere
Flussmittel  ist  übrigens  dem  zuerst  von  Paris  eingesandten  seinähnlich
  zusammengesetzt;  und  dieses  scheint  wieder  identisch  mit
jenem  zu  sein,  welches  sich  auf  den  Platten  von  Jaquemin  findet.
Auch  die  Borsäure  kömmt  in  verschiedenen  Verhältnissen  vor.  Drückt
man  die  grösste  gefundene  Menge  durch  100  aus,  so  ergibt  sicli  die
Zahl  66  für  die  kleinste  Menge.  Der  Gehalt  an  Borsäure  schwankt
also  zwischen  Grenzen,  die  sich  wie  3  zu  2  verhalten.
Betrachtet  man  die  Menge  des  Bleioxydes  in  derselben  Weise,
so  erhält  man  für  das  Maximum  und  Minimum  die  Zahlen  100  und
5/.5.  Der  Gehalt  an  Alkalien  variirt  innerhalb  engerer  Grenzen,
denn  bezeichnet  man  die  grösste  vorkommende  Menge  von  Kali  und
Natron  zusammen  mit  100,  so  sinkt  das  Minimum  nicht  unter  74.
Was  die  Menge  des  Kalkes  betrifft,  so  glaubt  Salvetat,  dass
dieselbe  auf  die  Eigenschaften  des  Emails  keinen  erheblichen  Einfluss ­
  ausübt  und  betrachtet  sie  als  zufällig.
Ebenso  hat  er  bei  der  Zusammensetzung  der  Emails  weder
Eisen-  noch  Manganoxyd  beigesetzt,  die  er  als  nebensächlich  betrachtet ­
  und  welche  auch  nur  in  jenen  Proben  in  erheblicher  Menge
aufgefunden  wurden,  die  man  von  emaillirtem  Eisenblech  genommen
hatte.
In  diesem  Falle  nimmt  aber  das  Email  immer  etwas  Eisenoxyd
auf  und  färbt  sich  schwarz,  während  das  blossgelegte  Metall  vollständig ­
  blank  und  glänzend  erscheint.
Man  hat  diese  Angaben  über  die  Zusammensetzung  der  Emails
benützt,  um  sie  darnach  zusammenzusetzen,  sowohl  um  auf  diese
Weise  die  Richtigkeit  der  Analysen  zu  constatiren  ,  als  um  durch
Versuche  ihre  Widerstandsfähigkeit  zu  erproben,  mit  der  sie  an  dem
Metall  haften.
Alle  nach  den  Resultaten  dieser  Analysen  hergestellten  Emails
zeigten  sowohl  vor  als  nach  dem  Brennen  die  Eigenschaften  des
Emails  von  Paris.
In  dünnen  Schichten  aufgetragen,  nehmen  sie,  wie  dieses,  auf
Eisen  eine  schwärzliche  Färbung  an,  so  dass  man  glauben  könnte,
das  Email  sei  mit  einer  Schichte  von  Schwarz  überzogen.
Werden  sie  in  dickeren  Lagen  aufgetragen,  so  nehmen  sie  ein
opalartiges  Aussehen  an,  welches  das  Metall  gänzlich  verdeckt,  und
welche  man  entweder  der  Gegenwart  von  phosphorsaurem  Kalk  oder
von  schwefelsaurem  Kali  zuschreiben  könnte.
Die  Analysen  und  künstlichen  Reproductionen  haben  indessen
ergeben,  dass  diese  Undurchsichtigkeit  von  kleinen,  in  der  Masse
eingeschlossenen  Kügelchen  herrührt,  deren  Zahl  bei  Anwendung
dickerer  Schichten  hinreichend  gross  ist,  um  die  Durchsichtigkeit  der
geschmolzenen  Umhüllung  vollständig  aufzuheben.  Man  kann  diese
            
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