die mit Nr. 1 und 2 bezeiclmeten Sorten das grösste Haftungsvermögen
zeigen und somit die grösste Dauerhaftigkeit versprechen.
Sie bildeten auch den Ausgangspunkt für die Darstellung der
Emails für Versuche im Grossen.
Bevor man übrigens grössere Quantitäten herstellte und die angeführten
Recepte zur Erzielung befriedigender Resultate als zuverlässig
betrachtete, wurden die Proben wiederholt geschmolzen und versucht,
ob dadurch ihre guten Eigenschaften nicht beeinträchtigt wurden. Auch
blieb man immer darauf bedacht, die verschiedenen Emails möglichst
billig und von stets gleichbleibender Zusammensetzung darzustellen.
Zuerst wurde in einem Windofen im Laboratorium folgende
Mischung durch 6 Stunden hindurch geschmolzen:
Sand von Etampes 48
Minium 30
geschmolzener Borax 8
kohlensaures Kali, von 28 Procent . . 28
114
Diese Zahlen entsprechen folgenden Verhältnissen:
Kieselsäure 48-00
Bleioxyd 29-00
kohlensaures Kali 15-25
borsaures Natron 2-48
Borsäure 5-52
100-25
In 4 Schichten über einander aufgetragen und zehnmal ins Feuer
gebracht, zeigte dieses Email weder Blasen noch Sprünge, und versprach
daher eine genügende Widerstandsfähigkeit.
Bei einem zweiten Versuche ersetzte man das kohlensaure Kali
durch kohlensaures Natron, und zwar so, dass die gesammte Gewichts-Menge
der Alkalien nicht geändert wurde. Man erhielt auf diese Weise
eine mehr grünliche Masse, welche sich jedoch, auf Eisen aufgetragen,
gerade so verhielt wie das bei dem ersten Versuche erhaltene Product.
Man kann also ohne Nachtheil das kohlensaure Kali durch das viel
billigere kohlensaure Natron ersetzen.
Wenn man von der Annahme ausgeht, dass bei dem obigen
Mischungsverhältniss 5 -25 Theile Kali von einer entsprechenden Menge
Salpeter herrühren, so kann man das Product auch in folgender Weise
darstellen:
Kieselsäure 48-00
Bleioxyd 29-00
Kali und Natron ..... 10‘00
Kali-Salpeter 5-25
Borax 8-00
100-25
Bleiglas
55-18
33-33
11-49
100