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3. Email;
4. Farben ;
5. Metalle;
6. Lüstres.
Metalloxyde,
Im Allgemeinen sind diese zum Verzieren der Thomvaaren verwendeten
Materialien dem Mineralreiche entnommen. Ihre Bestimmung
ist insbesondere die Färbung der Thonmasse durch gleichförmige Vertheilung
der - färbenden Stoffe in der Masse selbst.
Es sind entweder freie Oxyde oder deren Salze, welche letzteren
entweder schon fertig gebildet sind oder aus den Bestandtheilen des
Thones und der Glasur entstehen.
Im ersteren Falle erhält man rothe, braune oder gelbliche
Thomvaaren. Sie sind gefärbt durch die Oxyde des Eisens, welche
entweder dem Thon oder dem Sande beigemengt sind.
So entsteht die grüne oder wassergrüne Farbe des Steingutes
durch eine Beimengung von Chromoxyd. Hier färbt das Chromoxyd
als solches. Ist aber das Steinzeug durch Kobaltoxyd blau gefärbt,
so ist es nicht mehr das reine Kobaltoxyd, welches die Färbung
hervorbringt, sondern es wirkt hier das kieselsaure Kobalt. Man
kann es direct in dieser Form hineinbringen oder auch als Oxyd
oder als kohlensaures Salz beimischen. Die Kieselsäure der Masse
bildet bei der Temperatur des Brennens damit kieselsaures Kobalt.
Angiess-Massen (Engobes).
Das Färben durch Angiessung beschränkt sich auf die Verzierung
von Thomvaaren aus natürlich gefärbter Masse. Man verwendet
hiezu entweder natürlich vorkommende, aus erdigen Substanzen
und färbenden Metalloxyden bestehende Gemenge, die keiner
weiteren Zubereitung bedürfen, als eines Schlemmprocesses zur Ausscheidung
der sandartigen Bestandtheile (diess ist z. B. bei den
Ocher-Arten der Fall), oder man bereitet die Angiessmassen künstlich,
indem mau wenig gefärbten oder farblosen Thonen Oxyde
beimengt, welche durch mehr oder minder vollkommene chemische
Processe bereitet wurden.
Man bezeichnet im weiteren Sinne mit dem Ausdrucke Engobes
auch die weissen Thonarten, welche man auf Gegenstände aus natürlich
gefärbtem Thon aufträgt, um deren unreine Farbe zu verdecken,
oder um die Menge von Zinn, welche in der Glasur des gewöhn
lichen Steinzeugs enthalten ist, zu ersparen, indem man an einzelnen
Stellen oder auch im Ganzen die Färbung des Thones unter einer
.Schichte von farbloser Engobe verschwinden lässt.
Die Engobes können eine Glasur erhalten oder auch ohne
solche gelassen werden. Im ersteren Falle erhalten die Thomvaaren
ein glänzendes Aussehen.
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