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MAK

Full text : Ueber Decoration von Thonwaaren und Emaillage

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Talk.
a)  Das  Email  verglast  nicht.
b)  Das  Email  wird  blasig.
0  c  k  e  r.
a)  Das  Email  zeigt  keine  Glasur.
b)  Das  Email  wird  blasig.
Nach  allen  diesen  Versuchen  scheint  das  Email  die  intermediäre
Substanz  rissig  zu  machen,  wenn  dieselbe  nicht  genügend  mit  der  Bleiglasur ­
  verschmilzt.  Von  der  Thatsache  ausgehend,  dass  sich  sowohl
englische,  als  französische  feine,  harte  Fayencen,  als  künstliches,  weiches
Porzellan  leicht  mit  einer  gleichförmigen  bleihaltigen  Glasur  überziehen
lassen,  ohne  dass  Risse  oder  Blasen  entstehen,  wurden  unter  den  oben
angegebenen  Bedingungen  Versuche  mit  Pfeifenthon  und  künstlichem,
weichen  Porzellan  angestellt.
1.  Feines,  hartes  Fayence-Biscuit  von  Creil.
2.  Biscuit  von  weichem  Sevres-Porzellan.
Feines,  hartes  Fayence-Biscuit  von  Creil  (undurchsichtiges
Porzellan).
a.  Wenn  das  Email,  womit  das  Eisen  überzogen  ist,  aus  einer
Schichte  Paste  zwischen  zwei  Glasurschichten  besteht,  so  ist  es  nicht
haltbar,  die  Paste  zeigt  keine  Cohaerenz,  und  die  dreifache  Lage  blättert
sich  ab.
b.  Eine  Mischung  von  gleichen  Theilen  Paste  und  Flussmittel
bewirkte  ein  befriedigendes  Haften.
Biscuit  von  weichem  Sevres-Porzellan.
a)  und  b)  Versuche  mit  weichem  Sevres-Porzellan  ergaben  dieselben ­
  Resultate,  wie  jene  mit  feiner  Fayence;  es  geht  daraus  hervor,
dass  man  mit  Bruchstücken  von  weichem  Porzellan  das  Email  für  Eisenblech ­
  und  Gusseisen  undurchsichtig  machen  kann.  Man  bedient  sich  in
der  That  dieser  Mischung  zu  Sevres  unter  dem  Namen:  päte  ceramique
pour  fer.
Das  Email  für  Eisen  Nr.  1,  dessen  Zusammensetzung  weiter  oben
angegeben  wurde,  und  welches  als  Glasur  für  die  eben  genannte  Masse
dient,  kann  zugleich  die  Basis  farbiger  Emails  abgeben,  mit  denen  man
verschiedene  Malereien  ausführt.  Die  Eisenplatte,  leicht  vorbereitet  mit
dem  Email  für  die  Grundfarbe,  wird  mit  den  Localfarben  versehen,  und
durch  diesen  Kunstgriff  erspart  man  das  zweimalige  Einbrennen  des
Emails.  Balvetat  hat  mehrere  Versuche  in  dieser  Richtung  angestellt.
Die  erste  Farbe,  welche  wir  besprechen  wollen,  ist  das  Schwarz,
zur  Malerei  in  Grau  unerlässlich.  Man  erhält  es  einfach,  indem  man
dem  Email  eine  entsprechende  Menge  Manganhyperoxyd  zusetzt.  Salvetat
gibt  zur  Bereitung  folgende  Vorschrift  an;
            
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